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 Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag

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Niffin
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BeitragThema: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Mi Feb 05 2014, 14:45

Das hier soll ein Sammelbeitrag für alles sein, was ihr aus Charakterperspektive schreiben möchtet, wo es andere lesen können. Ab hier bitte keine ooc-Bemerkungen mehr.
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Niffin
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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Sa Feb 08 2014, 14:10

Niffin betrat das Haus, in dem zum ersten mal seit langer Zeit nicht die Geräusche von zwergischen Arbeitern und ihren Arbeiten zu hören waren. Es wäre fertig, hatte der Vorarbeiter am Vortag gemeint, dabei war das nur die räumliche Grundlage. Nichtmal Möbel waren in dem großen Haus zwergischen Stils zu finden und es war mehr als schwierig sich vorzustellen, wie diese leere Hülle jemals gnomisches Leben in seiner natürlichen Form beherbergen könnte... aber Schwierigkeiten waren nur ein Hindernis für den Phantasielosen, nicht mehr als eine kleine Herausforderung für einen kreativen Gnomengeist. Niffin ging die Treppe hinab. Direkt neben ihm an der Wand, konnte er in seinem geistigen Auge das aufgemalte Banner Gnomeregans geradezu sehen. Dort hinten, würde eine Werkbank stehen. Hier vorne, eine Sitz- und Diskussionsecke. Ganze Familien von Gnomen würden hier wohnen und von hier aus arbeiten! Hier sollte man Gnom sein können, in einer Welt, die vergessen hat, was das heißt! Eine Gemeinschaft, ohne den Zwang aufgesetzter Höflichkeiten! Ohne Kampf um sozialen Status! Ohne Gewalt und Missgunst! Eine Gemeinschaft, bei der nicht gefragt wird, was man davon hat, bevor man jemanden hilft!
...es war schon etwas ironisch, dass so etwas gerade erst durch die verlockende Kraft des Goldes ermöglicht werden sollte - aber das war nunmal die Welt außerhalb Gnomeregans, man brauchte Gold, um sich vom Zwang des Goldes freizukaufen. Und genau das würde er jetzt ermöglichen! Niffin lächelte zufrieden bei dem Bild, er als Erretter der gnomischen Kultur, voran mit wehendem Banner.... Moment, es fehlte noch ein Banner. Ein weiterer Punkt für die Liste, aber einer, der vergnüglich genug sein sollte. Genau wie die richtige Pose... vielleicht sollte er tatsächlich ein Bild davon in Auftrag geben...    
Nunja, gut, andere Dinge hatten Vorrang, das Haus war noch nicht fertig und... zugegeben, es wäre kaum möglich, das Haus wie einen echten Teil Gnomeregans wirken zu lassen, aber Niffin war sich sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Fast war es ihm peinlich, nicht früher darauf gekommen zu sein. Es hatte das Buch, was aus Gnomeregan geborgen wurde, gebraucht, um sich seiner Werte wieder zu erinnern - ausgerechnet ein Gedichtsband! Schmunzelnd schüttelte Niffin den Kopf vor dem leeren Raum. Er hatte nichtmal gewusst, dass es gnomische Dichter gab, aber diese Sammlung von Gedichten über die Heimat hatte ihn zu Tränen gerührt. Vielleicht war diese Kunst etwas, was in Zukunft auch unter Gnomen stärker gefördert werden sollte... sie war in jedem Fall etwas, was vielleicht helfen konnte einige Gnome wieder an das zu erinnern, was sie nicht nur individuell, sondern als Volk sein wollten und vielleicht die langsame Auflösung gnomicher Kultur in der der Allianz aufhalten...
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Niffin
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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Mo Feb 24 2014, 13:03

Niffin betrachtete die vor ihm ausgebreiteten Seiten. Definitiv zuviel. Wenn er das alles auf dem Rat sagen würde, würde er die Geduld der Zwerge mehr als überdehnen... zumal einige Abschnitte vielleicht beleidigend interpretiert werden könnten, wenn man sich denn entscheiden würde dünnhäutig zu sein. Normalerweise hätte er ja kein Problem den Leuten ins Gesicht zu sagen, dass keine Gesellschaft in Kultur, Technik und Organisation Gnomeregan auch nur annähernd das Wasser reichen könnte, aber das vielleicht auf einer hauptsächlich zwergischen Veranstaltung ziemlich schlechter Stil. Vielleicht passte das ja in die nächste Rede... Aber immerhin sollte das den Vortrag dieses Abends ein wenig kürzen, wenn auch vermutlich nicht genug.

Der Gnom seufzte tief, nur ein klein wenig dramatisch, aber der Situation bestimmt völlig angemessen. Soviel vorzubereiten... und wo war der dumme Spiegel jetzt hin? Es galt in Gestig und Mimik den schmalen Grad zwischen zu langweilig und zu lächerlich zu finden, der einen großen Redner auszeichnete. Davon hatte Niffin einiges gelesen und gestern war er fast sicher das richtig gehabt zu haben... aber das war noch für die Alte Version der Rede und das musste alles neu durchgegangen werden. Niffin betrachtete das Chaos auf dem Arbeitstisch. es könnte ein wenig dauern, den Ausreißer wieder zu finden... erstmal einen Kaffee.

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Ein Gnom aus Gnomeregan, der gegen die Seinen handelte, war eine Unmöglichkeit, ein Zufall, eine unausdenkbare Anomalie. Im Gegensatz zu den Zwergen gab es in der Geschichte der Gnome keine Fälle von inneren Gewaltakten. Ihre Vergangenheit war frei von Kriegsherren und gewalttätigen Fraktionen. Gnome bekämpften einfach keine Gnome. In einer Welt voller Löwen, Tiger, Furbolgs und Großer Leute musste sein Volk sich aufeinander verlassen können. Das verstand sich von selbst. [Gelbin Mekkadrill: Kurzer Prozess]
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Niffin
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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Di Feb 25 2014, 01:13

Rede zur Gemeinschaftsgründung, 24.2.2014 Rat von Eisenschmiede:

*sehr ruhig und für eine gnomische Stimme in recht angenehm tiefer Tonlage gesprochen* Zunächst einmal vielen Dank für die Gelegenheit hier zu sprechen. Die Zwerge hier waren und bleiben wunderbare Verbündete und weitgehend gute Gastgeber für die Gnome, die noch versuchen sich in ihrer Stadt eine Heimat zu schaffen.

Niffin deutet in einer gönnerhaft wirkenden Geste über die größtenteils zwergische Menge und verbeugt sich einmal schwungvoll und tief

Aber ich fürchte meine folgenden Worte sind für das nicht-gnomische Publikum eher uninteressant, ihr könnt gerne weghören.

*etwas lauter und in eher normaler gnomischer Tonhöhe* Aber zu den Gnomen habe ich das eine oder andere zu sagen! Liebe Gnominnen und Gnome Eisenschmiedes! Es ist schwer geworden als Gnom zu leben!

*wird zwar nicht lauter, aber die Stimme wird kräftiger. Er hebt bei den folgenden Worten immer wieder einen Zeigefinger, wie ein Ausrufezeichen in die Luft, während er sich etwas der Menge entgegen lehnt* Wer von euch hat nicht den Großteil seines Haushaltes, seiner Familie verloren? Und wie viele von euch, haben es geschafft, wieder die Normalität herzustellen, in denen Gnome am besten leben und wirken können? Wie viele von euch leben alleine und arbeiten nurnoch, um genug Gold zum überleben zu haben, anstatt danach zu streben sich selber und die Welt in der wir alle leben zu verbessern?

*Der Finger senkt sich wieder, der Arm hängt an seiner Seite und Niffin eher leise, aber klar genug, dass man ihn immernoch gut verstehen können müsste* Versteht es nicht falsch, ich mache keine Vorwürfe. Im Gegenteil. Ich bin genau in dieser Lage. Aber ich habe beschlossen zu versuchen, mich und alle Gnome, die willig sind sich darauf einzulassen aus ihr zu befreien.

*Die Lautstärke hebt sich langsam, während Niffin jeden Satz sichtlich bewegt ausspricht, als sähe er die beschriebene Zukunftsvision tatsächlich vor sich* Wie in Gnomeregan sollen hier Gnome ungehindert leben und arbeiten können, unter Gnomen leben, die ihre Worte und Denkweise verstehen. Man soll unter Gnomen forschen und sich austauschen können. Kinder und junge Gnome sollen lernen, wie es ist, in einer Gesellschaft aus Gnomen aufzuwachsen, in der man für einander da ist. Und nicht zuletzt eine Gemeinschaft, in der man fortschritte zum Wohle des gnomischen Volkes machen kann, wenn man es denn möchte.

*pausiert einen Moment und fährt mit dem Blick über die Gnome des Publikums und meint dann in normaler Redelautstärke* Ich spreche hier und heute, um alle Gnome die wollen dazu einzuladen in meinem Haus zu wohnen. Ich will eine Gemeinschaft schaffen, wie ich sie seit Gnomeregan nicht erlebt habe, wo man Gnom unter Gnomen sein kann. Macht euch um Gold für das Haus und Nahrung keine Sorgen, darum kümmere ich mich schon, ich will lediglich, dass es einigen hier leichter fällt hier ein wenig Heimat zu finden... und darauf vielleicht etwas mehr aufzubauen, aber das ist ein Thema für einen anderen Abend.

*Dann recht knapp* Wer Interesse oder Fragen hat, der kann mich jetzt darauf ansprechen, oder mich im Haus Nummer B2 im Mystikerviertel besuchen, gerne auch direkt mit Gepäck, die Tür steht offen...nicht wörtlich, aber sie ist nicht verschlossen und man ist willkommen.
*In einem Tonfall der eher freundlich und wissenschaftlich-neugierig ist und so garnicht zu dem Pathos der Rede davor zu passen scheint* Ansonsten würde ich mich noch über Rückmeldungen zur Präsentation freuen, an welchen Stellen welche Änderungen einen größeren Effekt bringen könnten, wo es besondere emotionale Reaktionen gab, wo es vielleicht über- oder untertrieben war und ob Körperhaltung, Mimik und Gestik gut oder schlecht funktioniert haben. Ich habe auch Evaluationsbögen dabei, wenn jemand das Anonym machen möchte einfach einen mitnehmen und bei mir einwerfen.

Danke, damit gebe ich auch das Wort wieder an meine Gastgeber.


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Niffin
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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Mi Feb 26 2014, 21:35

Rede zur Gemeinschaftsgründung 26.2.14

*laut gerufen* Hört her, Gnome und Gnominen Eisenschmiedes! Ich habe euch etwas zu sagen.

*sehr ruhig gesagt, als wolle er gerade nur ein paar Formalitäten klären*
Danke, dass ihr alle gekommen seid. Es ist nicht gerade eine enorme Menge, aber ich hoffe, dass ihr die Ideen die ich hier heute erkläre weitergebt, auf da s sie möglichst viele Gnome hören.
Ich entschuldige mich im voraus für die Äußerung einiger kontroverser Thesen als wären sie Tatsachen, aber die Regeln guter Rhetorik fordern dies und es sollte helfen zumindest die Position meiner Person kennen zu lernen. Man kann im nachhinein gerne mit mir über jede einzelne These diskutieren, aber ich bitte die Zuhörer mich dafür nicht zu unterbrechen und sich vielleicht lieber Notizen zu machen.

Niffin beginnt nun lauter zu sprechen, mit kräftiger Stimme, durchtränkt mit übertriebenem Pathos als wollte er eine Heldensaga vortragen

Am Rat von Eisenschmiede habe ich die Gründung einer Gemeinschaft verkündet! Gnome, die unter Gnomen leben und sich keine Sorgen um Zwänge von außen machen! Eine Gemeinschaft, in der man ohne auf Gels und Status zu achten mit einander verkehren kann! Eine Gemeinschaft, in der jeder Gnom seine Stimme hat!

Kurz: Eine Gemeinschaft, wie wir sie in Gnomeregan überall hatten.

Und das Angebot wurde gehört! Unter meinem Dach wohnen nun bereits acht Gnome voller Tatendrang und Ideen! Forscher, Handwerker und Krieger, eine Zierde für jedes Volk und glücklicherweise Teil des unsrigen!

Ich will nicht meine letzte Rede wiederholen, aber ich denke jeder echte Gnomereganer wird sich nach so etwas und noch mehr sehnen! Und jeder Gnom, der so etwas nie erlebt hat wird rief in sich fühlen, dass dies ein wichtiger Bestandteil davon ist Gnom zu sein! Das Haus ist gleich hinter mir und es ist noch jede Menge Platz, ihr müsst ihn nur annehmen.

Aber heute will ich die Idee erweitern! Vielleicht reicht die Idee gnomischer Gesellschaft nicht, vielleicht fällt einigen sofort auf, dass ein Haus noch kein Gnomeregan macht!

Gnomeregan war viel mehr als einfach gnomische Gesellschaft, man arbeitete für die selben Ziele, man war bereit seine Zeit und Arbeit für die Ideen von anderen zu opfern! Man war bereit seine eigenen Ziele zurückzustellen, um die Ziele der Gemeinschaft zu fördern!

Man war bereit zu akzeptieren, wenn die Ideen von anderen wichtiger waren, man war bereit sich unterzuordnen, wenn es die Situation erfordert! Man war bereit seine Ideen zu verteidigen, wenn sie besser sind und andere Gnome zu führen, wenn die eigene Vision das erfordert!
Und das alles ohne jeden Zwang! Wir waren dort wie eine eingeschworene Gemeinschaft, gebunden allein durch den Willen das Gemeinwohl zu fördern und damit so gut wie untrennbar verbunden! Unser Wille erschaffte Gnomeregan! Unser Wille erschaffte die Tiefenbahnen! Unser Wille erschaffte tausende Wunder, von denen andere Völker nur träumen!

Unser Wille erschaffte Waffen, die uns einen Platz an einer zentralen Stelle der Allianz sicherten und viel wichtiger vielleicht Unmengen von Alltagshilfen!

Niffin wird etwas leiser und schraubt den Pathos merklich zurück, es klingt im Folgenden deutlich argumentativer und weniger wie reine Propaganda.

Und dies entsteht nicht allein durch Zufall. Es erfordert gewisse Regeln kreative Geister in die selben Bahnen zu lenken und überhaupt zu informieren, wo sie gebraucht werden. Es erfordert ein System, Arbeitskraft gewinnbringend einzuteilen. Es erfordert einen Verhaltenskodex, das Verhalten von anderen mit einplanen zu können. Kurz: Es erfordert Grenzen der Freiheit, um neue Freiheiten zu schaffen.
Und dies ist der nächste Schritt zu dem ich niemanden zwingen kann. Ich brauche Gnome, die bereit sind, sich den Regeln einer Gemeinschaft zu unterwerfen, auch wenn sie ihre persönlichen Freiheiten bisweilen beschneiden mögen. Es gilt einen Teil seines Willens in den Dienst des Gemeinwillens zu stellen, und darauf zielt meine folgende Idee:

Niffin's Stimme beginnt nun zwischen der alten dramatischen Übertreibung und fast wissenschaftlich steriler Vortragsweise zu schwanken, sich mal hoher hineinsteigernd, mal ruhig und vernünftig wirkend.

Ich möchte die Verfügung über mein gesamtes, nicht unbeträchtliches, Vermögen einer Gemeinschaft aus stolzen Gnominnen und Gnomen geben, damit sie daraus das beste machen, was man daraus machen kann! Jeder Gnom in der Gemeinschaft, soll eine in der Gemeinschaft zu bestimmende Festsumme jeden Monat erhalten um seine Forschungen und Arbeiten durchzuführen!

Wer der Gemeinschaft beitritt, soll sich keine Sorgen machen müssen, wie er ein Grundkapital zusammenkratzt, dass die vielen kleinen Ausgaben des privaten Forschers benötigen. Auch ich kann keine unbegrenzten Ressourcen versprechen, aber bestimmt eine solide Summe.
Im Gegenzug sollte sich jeder, der dieser Gemeinschaft beitritt, diesen Wahrern von allem was gnomisch ist, dazu verpflichten den Projekten, die als die Wichtigsten der Gemeinschaft empfunden werden einen Teil seiner Arbeitszeit zu opfern!

Jeder der eine Idee hat die besonders viel Arbeit oder Ressourcen braucht, soll sie der Gemeinschaft vorstellen und wird sie als wichtig angenommen, so soll dem Projektleiter ein Teil der Arbeit jedes Gemeinschaftsmitgliedes zukommen, ja vielleicht sogar zustehen. Die Entscheidung, ob ein Projekt wichtig genug ist fällt natürlich per Abstimmung.

Auf diese Weise können wir viel größere Dinge schaffen als wenn jeder für sich arbeitet und man kann sich darauf verlassen, dass man die Arbeiter hat, wenn man sie braucht! Das Potential einer gnomischen Gemeinschaft kann sich entfalten und wir sind nicht mehr nur Forscher, Handwerker und Krieger, sondern eine Arbeitsgemeinschaft zum Wohle des gnomischen Volkes und zum Wohle Gnomeregans!

Natürlich gilt es den Wert der Projekte zu wahren und der Projektleiter kann sich nicht auf seinem Posten ausruhen! Meint wer eine bessere, nützlichere Idee zu haben, eine die der Gemeinschaft, Gnomeregan und dem gnomischen Volk mehr nutzt, die effektiver oder genauso effektiv aber billiger ist... so kann er einen aktuellen Projektleiter jederzeit zu einer Debatte herausfordern nach der die Gemeinschaft abstimmt, welches Projekt seinen privilegierten Status behält und welches lediglich mit den privaten Mitteln bearbeitet wird.

Dies soll nicht zu Konkurrenzkampf führen! Jedem Gnom sollte klar sein, dass es zum Wohle aller am besten ist, wenn die wichtigeren Projekte vorgezogen werden und es sollte kein böses Blut geben, wenn ein anderes Projekt dem eigenen vorgezogen wird! Wir sind Gnome, die nach höheren Zielen streben als dem persönlichen Erfolg und wer sich dem nicht gewachsen fühlt, der muss vor seinem Beitritt vielleicht noch persönlich wachsen!
Wer sich nicht darauf verpflichten kann, der wird keine feste Finanzierung erhalten können, aber natürlich kann jedes Projekt wichtig sein... Auch ohne Beitritt in die Gemeinschaft, deren Name noch im Plenum bestimmt werden muss, soll jeder Gnom bei der Gemeinschaft vorsprechen können, um seine Arbeit finanziert zu bekommen, wenn sie es wert erscheint, aber dafür muss er erstmal überzeugen.

Wie erwähnt soll jeder in der Gemeinschaft gleichwertig sein und die selben Möglichkeiten haben Autorität über Projekte auszuüben, aber an dieser Stelle muss ich eine kleine Einschränkung machen. Ich will eine Position, in der ich sicherstellen kann, das gnomische Werte gewahrt werden, deshalb nehme ich es mir als Stifter und Spender heraus ein Vetorecht zu beanspruchen, wenn die Entscheidungen der Gemeinschaft in hohem Maße ungnomisch oder ökonomisch katastrophal sind!

Kontrolliert sollen meine Interventionen von einem gewählten Gemeinschaftsvorstand werden, der wie ich ein Vetorecht hat und der mein Veto aufheben kann. Somit sollte keiner befürchten müssen, der Willkür einzelner Gnome ausgewählt zu sein, sondern ein Vertreter des Gemeinwillens wird mit mir die Aufsicht führen.

Ich bin mir sicher, dass es einige Fragen dazu geben wird und ich stehe jetzt zur Verfügung sie alle zu beantworten. Ich hoffe meine Ideen sprachen den gnomischen Geist hier an und das viele ihr folgen werden - oder mich verbessern, wo sie falsch oder unvollständig waren.
Ich danke euch allen für das geduldige zuhören! Ich hoffe ich habe meine Sache nicht zu schlecht vertreten, wenn doch, bitte ich auch in der Vorführung auf Schwachpunkte hinzuweisen.

Niffin verbeugt sich tief vor der Menge.

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Feuerkabel

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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Do März 06 2014, 14:54

Lara Feuerkabel saß im Privatheitsraum der Gnomen-Wohngemeinschaft in Eisenschmiede. In der rechten Hand hielt sie eine Schreibfeder, in der linken ein Kuchenstück. So sorgfältig wie möglich, wenn auch in krakeliger Schrift, schrieb sie in Allgemeinsprache einen Brief an Frau Altra Sommereiche, Darnassus.

Meine liebe Freundin Altra Sommereiche!

Wir haben uns schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. So viel ist in der Zwischenzeit passiert. Ich habe meine Lehre beendet, bin Mitglied der Forscherliga geworden, habe einige Reisen unternommen und wohne jetzt in einer Gnomen-Wohngemeinschaft mit einem ganzen Haufen kreativer Gnome. Außerdem fühle ich mich inzwischen wirklich erwachsen.

Ich hoffe, dir geht es ebenso gut. Kannst du dich schon in einen Bären verwandeln? Hast du gegen Garrosh und seine Leute gekämpft? Erobert ihr bald das Eschental zurück? Ist euer Wohnzimmer schon größer geworden, weil ihr in einem Baum wohnt?

Du fragst dich sicher, warum ich dir schreibe. Ich möchte dich und deine Freunde vom Zirkel des Cenarius im Namen aller Gnome unserer Wohngemeinschaft sehr herzlich einladen, zu uns nach Eisenschmiede zu kommen. Wir haben Großes vor! Momentan planen wir ein interdisziplinäres medizinisch-wissenschaftliches Forschungszentrum. Das langfristige Ziel ist die Heilung von Lepragnomen, aber wir werden sicherlich auch andere Krankheiten effizient bekämpfen können. Unser Team besteht aus Ärzten, Chirurgen, Tüftlern, Luminologen (das ist die Wissenschaft vom Licht) und Magiern. Außerdem wollen wir mit anderen Völkern kooperieren, um beispielsweise von den Draenei mehr über die Heilung mit Licht und Schamanismus zu lernen.

Leider gibt es momentan keine Gnome, die sich mit der Heilkunst der Druiden auskennen. Aus diesem Grund können wir sicher sehr viel von euch lernen. Im Gegenzug könnt ihr euch bestimmt davon überzeugen, dass unsere Technologie nicht nur laut ist und explodiert, sondern für gute Zwecke eingesetzt werden kann.

Ihr fragt euch vielleicht, warum die Heilung von Lepragnomen für Nachtelfen überhaupt relevant sein soll. Von einigen Nachtelfen hörte ich sogar, dass sie uns beschuldigen, selbst an diesem Schlamassel Schuld zu sein. Aber jede Rasse hat seine schwarzen Schafe und Verräter, die viel Leid über das eigene Volk gebracht haben. Wir Gnome sind für euch da, wenn es wieder einen Fandral Hirschhaupt oder Illidan Sturmgrimm geben sollte und bitten euch, uns auch gegen die Katastrophe durch Sicco Thermadraht zu helfen.

Für Anreise, Unterkunft und Verpflegung wird selbstverständlich gesorgt. Euch wird es an nichts fehlen und alle Unkosten können übernommen werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass es ein sehr fruchtbarer kultureller und wissenschaftlicher Austausch sein wird.

Mit den allerbesten Wünschen,

Deine Freundin Lara Feuerkabel
Im Namen von Niffin Sprungschnalle, Ezzlin Sparklite und allen Gnomen der Wohngemeinschaft.

http://eu.battle.net/wow/de/forum/topic/5208451637?page=17#324
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Niffin
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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Mi Jul 23 2014, 15:27

Veralteter Nachtrag:

Wer hätte gedacht, dass es in Eisenschmiede so schwer sein könnte Handwerker aufzutreiben? Die meisten Zwerge, die Niffin gefragt hatte, schienen nichtmal sicher, ob es zwergische Tischler überhaupt gäbe. Teilweise meinten sie sogar, dass diese schweren, stabilen und vor allem alten Möbel aus Sturmwind gekommen wären. Hätten sie mal darüber nachgedacht, wie aufwändig ein Transport von solchen Erzeugnissen über den halben Kontinent wäre, selbst mit der Tiefenbahn, hätten sie sich solche Bemerkungen sparen können. Manchmal waren Zwerge anstrengend simpel.... einige zumindest. Nunja, nach etwas über einer Woche hatte er einen fähigen Tischler in Kharanos aufgespürt, die Labortische sollten bald fertig sein und hoffentlich den spezifizierten Bedingungen genügen.
Das Schmiede ein Problem waren, war wohl auch die größere Überraschung. Immerhin war das die Stadt der Schmiede. Aber anscheinend waren die meisten wirklich fähigen Auftragsschmiede der Stadt auf Monate beschäftigt und wie Zwerge nunmal sind absolut unwillig ein wenig Flexibel zu sein, wenn man wichtigere Aufträge hatte. Zugegeben die persönliche Integrität konnte man den Handwerkern kaum negativ auslegen... aber in Sturmwind war es schon einfacher, wo Münzen in Verhandlungen meist mehr wogen als Prinzipien. Wie gut, dass der Schmied nicht so eilig war..

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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Mi Jul 23 2014, 15:28

Veralteter Nachtrag:

Niffin seufzte tief, als er in eine weitere Dekontaminationsdusche stieg. Die Ärzte schienen es jedes mal von neuem zu schaffen ihn mit neuen Chemikalien zu überraschen, die noch übler in seinen nicht ganz verheilten Glasschnitten brannten als die davor. Das Ganze ging schon Stunden so, auch wenn eigentlich allen Seiten klar war, dass alle äußeren Spuren der Strahlung weg sein sollten und alle inneren Spuren bisher so gut wie nicht zu bekämpfen waren. Man würde die nächsten Wochen abwarten müssen, ob sich irgendwelche Schäden zeigen würden. Aber Vorschrift war anscheinend Vorschrift, oder so sagte man es ihm, was auch immer das heißen sollte.

Nun gut, er war ja weder der einzige mit potentiellen Schäden, noch der schlimmste. Mazzi hatte den Netzwerfer ja direkt in der Hand, als er explodierte, vermutlich sollte man eher an sie denken... oder besser noch, an garnichts davon, es war ja nicht so, als würde das irgendwas verbessern.
Niffin schüttelte den Kopf und klopfte zweimal an die Tür der Duschzelle, um den Ärzten seine Bereitschaft für die nächste Stufe zu signalisieren. Es ging hier um die Zukunft! Und im wesentlichen war die Mission erfolgreich! Trinsy sollte den kranken Gnom in das Zimmer gebracht haben, der im Gegensatz zu den anderen getroffenen gesund genug wirkte, um die Untersuchungen zu überstehen und sich vielleicht zu erholen. Grässlich, wie die in Gnomeregan verbliebenen lebten...wenn man das Leben nennen wollte...

Niffin zuckte zusammen, als die Düsen der Dusche wieder anfingen, eine gelbliche Flüssigkeit auszuspucken. Im Gegensatz zu den finsteren Gedanken war die Ablenkung durch das Brennen der Wunden fast willkommen...

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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Mi Jul 23 2014, 15:29

Veralteter Nachtrag:

"Nenn mich...Gribbo...", meinte der Lepragnom in einem Tonfall, der recht schnell klar machte, dass das wohl ein falscher Name war. Trotzdem ein riesiger Fortschritt. Vielleicht sogar ein größerer, als hätte er den richtigen Namen verraten - immerhin zeigte dies eine Fähigkeit zu abstrakterem Denken. Gribbo hatte schon mehrfach den Verdacht geäußert, dass er nicht glaubte, dass seine Gastgeber sich wirklich nur um sein wohl sorgten, gerade mit der Feststellung, dass er eingesperrt war und nicht raus gelassen wurde. In diesem Kontext war es vermutlich in der Tat eine gute Idee, den "wahren Namen" nicht zu verraten.

Niffin lies sich nichts anmerken und lächelte dem kranken Gnom zu. "Sehr erfreut, Gribbo. Ich bin wie gesagt Niffin. Ich denke das hier ist für uns alle angenehmer, wenn wir uns als volle Gnome verstehen können, nicht?" Die Antwort des Lepragnomes war nur ein weiterer skeptischer Blick. Nach einer kurzen Pause fuhr Niffin fort. "Ich sehe du hast gegessen? Hättest du bestimmte Essenswünsche für die Zukunft? Momentan kommt das Essen zum großen Teil aus der SICHER.-Kantine, aber es wären keine großen Umstände für uns, dir was besseres zu machen." Keine Antwort. "Weißt du noch wer SICHER war? Ich hatte es gestern erzählt." Das gab zumindest eine Reaktion vom kranken Gnom. Er verengte die immernoch recht fahlen Augen, starrte Niffin an und meinte nach einer Pause "Ja, die Gnome, die Gnomeregan angreifen."

"Das ist technisch richtig, aber du weißt, dass das kaum die relevante Geschichte ist. SICHER versucht den Leuten, denen noch zu helfen ist zu helfen, die Verstrahlung zu bekämpfen und Gegenst... was ist?" Niffin hielt inne, als Gribbo plötzlich wieder steif an eine der massiveren Raumwände starrte. Langsam wich der Lepragnom zurück, bis er mit dem Rücken an die durchsichtige Kunststoffwand stieß, durch die die Gnome ihr Gespräch führten. In einem Tonfall nahe der Verzweiflung kam es von Gribbo sehr leise. "Da ist wieder das Kratzen! Das Kratzen! Gleich brechen sie durch! Gleich brechen sie durch! Wir werden alle sterben! Lass mich hier raus!"

Niffin beobachtete mit mitleidiger Mine, wie der verwirrte Gnom mit allen Mitteln begann gegen die Wand zu schlagen und zu springen, um der vermeintlichen Bedrohung zu entkommen. Das war nicht das erste mal, dass sowas passierte und er würde sich hoffentlich wie die letzten Male nicht ernstlich dabei verletzen. Niffin hatte bei den ersten Malen jeweils beunruhigt nachgeschaut, was los war und nichts gefunden. einmal hatte er sich zu dem Kranken in das Gästezimmer gewagt, nur um dort in wilder Verzweiflung angegriffen zu werden. Gribbo wäre fast entkommen, hätte Niffin seinen immernoch schwachen und mangelernährten Körper nicht überwältigen können.

Er seufzte tief als er sich zum gehen wendete und sie Tür hinter sich verschloss. Diese Phasen liefen immer mehr oder weniger gleich ab. In ein paar Minuten würde sich Gribbo in einer Ecke zusammenkauern und für ein paar Stunden nicht mehr ansprechbar sein.
Manchmal war sich Niffin nicht sicher, ob der Heilungsversuch der Draenei die Sache besser oder schlimmer gemacht hatte. Gribbo war nach der Aufmerksamkeit von Schamanen und Priestern zweifellos klarer, wenn er klar war. Er erkannte seine Situation und er verstand, was man ihm zu Gnomeregan und seinem Zustand sagte. Er wollte es nur nicht glauben. Aber das könnten einfach alles psychische Folgen der schrecklichen Dinge sein, die man erlebt hat und sprachen im Prinzip nicht gegen seine geistige Gesundheit.

Die Halluzinationen dagegen schon. Der Lepragnom verfiel unregelmäßig immer wieder in Wahnzustände wie diesen und es war mehr als offensichtlich, wie es ihn zerstörte. Vor der Behandlung war er meist immerhin unbekümmert, wenn auch verwirrt. Das hatten sie ihm genommen.

Aber der Gnom schaut nach vorn. Gribbo würde gesund werden. Man würde eine Heilung finden. Sein Leiden würde nicht andauern und tausenden weiteren helfen. Niffin wiederholte diese Worte erst stumm, dann leise flüsternd einige Male und ging zurück zur Werkstatt.

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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Sa Nov 22 2014, 15:06

Frische Luft für Gribbo! - Im unvernehmlich gleitenden Licht geschützter Öllampen sitzt Mechanotechnikerin Trixie Knallschraub im Schneidersitz auf einem breiten Schemel fleckig-dunklen Holzes, den Rücken gegen die verkratzte Kante der metallenen Platte eines Tisches gelehnt.

Frische, kühle Luft, deckenloser Himmel - ob nun frei und blau, von Wolken durchzogen oder gänzlich weiß-grau verhangen - die Silhouetten der Dächer und Türme Neu-Tüftlerstadts, verborgen im spätsommerlichen Schnee der Berge Khazs. Welch ein Anblick!

Wie zu der Gedanken Kontrast dringen die mit Allerlei gefüllten Wandregale, das kupferdrahtige Wirrwarr vollgeräumter Ecken und die steinerne Decke des Raums mit der uralten Last eines ganzen Berges, von allen Seiten auf die Gnomin ein. Von außerhalb dringt leise, doch unablässig das vielstimmige Hämmern der Großen Schmiede an ihre Ohren. Der stehte Wechsel kalter und warmer Luft, welche durch einen dicken Türbogen in der gegenüberliegenden Wand hereinzieht, lässt sie erneut frösteln, doch geschäftig auf ihrem Schemel verbleiben.

Ein Anblick, all die altbekannten neuen Eindrücke, die ihn mit gewiss unvorstellbarer Realität in den ersten Atemzügen außerhalb seiner "Zelle" treffen mögen, nach so bedenklich langer Zeit - sei es nun in den unwirklichen Hallen und eingestürzten Tunneln des verstrahlten Gnomeregan oder eben jener fest verschlossenen Unterkunft, die er seit seiner Extraktion - oder Entführung? - bewohnen hat dürfen..

Trixies Stirn legt sich in Falten, den Blick fest auf die Spitze des Mikroreglers in ihrer Rechten gerichtet, mit welchem sie feinfühlig eine winzige Feder an der metallenen Brille auf ihrem Schoß einzudrehen beginnt. In der Linken hält sie einen abgerissenen Lappen, sorgsam um die Linsen des Bi-Okularverstärkers ihrer Brille gelegt, um selbige mit bedachtem Druck bei der Arbeit zu fixieren.

Zu riskant!

Die Falten auf ihrer Stirn verengen sich zu den steilen Furchen aufkommenden Ärgers, als sie ob ihrer fernen Gedanken mit dem Werkzeug abrutscht und die kleine Feder aus ihrer Fassung springend im komplexen Schattenspiel des vollgestellten Bodens ihres steinernen Arbeitsraums verschwindet.

Ihn das Ziel seines ersten Ausflugs selber bestimmen lassen? Wie soll das funktionieren? Freiheit gibt es nur gegenüber Grenzen, Sicherheit durch bedachtes Planen und geregeltes Handeln, und Vernunft erwächst aus der Erfahrung eines jeden gnomischen Geistes mit eben diesen!

Frustriert verharrt sie auf dem Schemel sitzend, Brille und Mikroregler langsam auf ihre überkreuzten Knöchel sinken lassend - den Rücken nun schlaff an der harten Tischkante liegend, welche sich sogleich dumpf durch ihre Latzhose drückt und ihrem Anflug von Ärger über Feder und Gnom schmerzende Betonung verleiht.

Nun, Abstimmung ist Abstimmung - ein gemeinsamer Plan besser als zwei gegenläufige - und Niffins kondensdynamischer Netzwerfer zeigt sich vielversprechend. Ebenso das Betäubungsserum aus der Phiole, Ezzlins Spritzenprojektile und Liix Fernwaffenkünste..

Trixie streckt den Rücken durch und blickt in Richtung Türbogen. Im leicht flackernden Licht eines warmen Luftzugs scheint sie ein kleines Metallobjekt auf dem dunklen Stein des Bodens spöttisch anzuglitzern. Der Hauch eines Lächelns findet ihre Mundwinkel, als sie erneut nach den Geräten auf ihrem Schoß greift.

..Was schon soll schiefgehen? Frische Luft für einen Lepra! Frische Luft für einen Mitgnom!
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Knallschraub

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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Sa Nov 22 2014, 15:06

Zweifelsohne konnte in einer so großen Hafenstadt freihändlerischen bis zwielichtigen Rufs, wie Ratchet es eine war, so manch einer spurlos verschwinden. Hier reihten sich Gebäude einer jeden Größe, Bauart und inhaltlichen Zwecks bunt aneinander. Durch steten Verkehr ausgetretene Straßen führten fern jeder einheitlichen Flucht vom Geflecht überlaufener Kaizungen des Hafenbereichs durch das hanggelegene Häuserchaos der Stadt bis an die umliegenden Fernhandelswege des Brachlands, Durotars und Düstermarschen.

Ratchet bot sich zu einer jeden Tageszeit von seiner umsatzfreudigen Seite: Spielhallen, Freudenhäuser, Tavernen, kleine Arenen, Umschlagplätze und Lagerhäuser, Behausungen Armer und Reicher individuellsten Stils rangen des Tags wie des Nachts um die Aufmerksamkeit oder Gedankenlosigkeit ihrer Besucher. Es war eine Goblinstadt ganz nach der chaotisch profitgerichteten Kultur ihrer kurzen, grünhäutigen und spitzohrigen Zahnräder, die den gesellschaftlichen Wahnsinn in schwitzend schuftender Abhängigkeit oder raffgieriger Unterdrückung rund um die Uhr am Laufen hielten.

Verschwinden konnte hier eine einzelne Gnomin so spurlos und leicht wie ein geschnipstes Silberstück in den Tiefen einer öffentlichen Latrine. Umso mehr schien es die kurzfristig entstandene gnomische Einsatzgruppe der 2.G.W.F. und Freunden neben ihrem fähigen Vorgehen und gnomischen Intellekts auch den Faktoren noch ungewisser Umstände, sowie puren Glücks zu verdanken, dass sie die Spur ihrer entführten Mitgnomin Liix nicht in Ratchet verloren hatten.

Gefolgt waren sie ihr nach ihrem plötzlichen Verschwinden in Eisenschmiede bis ins verruchte Booty Bay, ganz an der Südspitze des östlichen Kontinents, wo sie den Verbleib der Freundin nur um einen Abend verpassten und von den bezahlten Handlangern einer unbekannten Motivation in einem Hinterhalt beinahe verhängnisvollen Ausgangs überascht worden waren. Durch gemeinsames Geschick und gegenseitiger Hilfe konnten sie der Entführten unter großem Zeitdruck nach Kalimdor folgen. Die lange Reise über die große See auf einem unverhofft langsamen Segler der Venture Co. warf die Gemeinschaft zeitlich jedoch weit hinter dem Schiff der Entführer zurück, die, wie sich herausstellte, wohl dem hordetreuen Bilgewater Kartell zugehörig waren.

Übergesetzt vom schwülen Dschungel des südlichen Schlingendorntals in die staubig trockene Hitze des östlichen Brachlands, fanden die Gnome nun entgegen aller Hoffnung Liix Spur noch bis zum selben Nachmittag ihrer Ankunft in Ratchet. Es rührte sich allerdings nur all zu bald der Verdacht, dass den Gegenspielern ihre Anwesenheit bekannt geworden war und diese Kontakt zum Horde-sympathisierenden Herren der Hafenstadt unterhielten: Gazlowe, dem ehemaligen Chef-Ingenieur der Horde!

Schon am nächsten Tag, so ergab es sich, würde sich die Einsatzgruppe auf die ungewisse Reise in Richtung Tanaris machen können, um Liix und ihren Entführern in den glühenden Sand der Wüste zu folgen - doch galt es zuvor noch den Abend und die Nacht in der goblinischen Handelsstadt zu überstehen: Noch vor der Reisemöglichkeit in den frühen Stunden des kommenden Morgens mochten die verwinkelten Gassen Ratchets die Gruppe Gnome ebenso schnell verschlungen haben, wie sie ihnen das Gesuchte zuvor eröffnet hatten.
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Knallschraub

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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Mo Jan 12 2015, 01:24

Wiedereinmal sitzt Trixie Knallschraub auf dem alten, hölzernen Schemel vor dem eisenbeschlagenen Tisch ihres Arbeitsraumes. Die Spitze ihrer Zunge konzentriert auf die Oberlippe gepresst, ist sie gänzlich eingenommen von ihrer Arbeit. Weder das regelmäßige Hämmern und Klirren, noch die geschäftigen Rufe der Zwerge, welche von der nahen Schmiede zu ihr hereindringen, scheinen sie zu stören können. Nur der Wechsel aus kalter und heißer Luft, dessen steter Zug, durch den alltäglichen Widerstreit der Feuer der Schmiede und dem fernen Heulen der Luftschächte verursacht, unnachgiebig über die Drähte, Werkzeuge und vollgestellten Regale ihrer steinernen Kammer fährt, lässt sie hin und wieder frösteln.

Unmittelbar vor ihr ist ein kastenförmiges Objekt in einen mechanischen Schraubstock eingespannt. Eine Vielzahl großer und kleiner Klemmen halten noch unverschraubte Bleche in Position zueinander, während Trixie mit Hilfe einer feinen Flachzange ein frisch isoliertes Titanium-Kabel hindurch zieht und unter der Kontaktschraube eines seitlich an dem Kasten befestigten Energiezellen-Adapters eindreht. Sichtlich zufrieden, doch auf Grund der anspannenden Tüftelei ihrer Arbeit leise seuftzend, schaut sie schließlich auf und schiebt ihre technische Schutzbrille auf die Stirn hoch, deren Bi-Okularverstärker während der Feinarbeit unablässig auf das Kabelende fokussiert gewesen ist.

Der offensichtlich zu häufig von schmutzigen Fingern bearbeitete Kalender vor ihr an der Wand holt ihr bestätigend den knappen Zeitplan ins Gedächtnis: Nur noch vier Tage bis zur Tüftlermesse! Mit einem angefeuchteten und halbwegs sauberen Lappen wischt sich die Gnomin aufmunternd über die Augen - dann greift sie nach einem der gyromatischen Mikroregler in der Brusttasche ihres Hosenlatzes und setzt das tüftelige Werkeln an dem Prototypen fort.
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Ezzlin

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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Mi Jan 14 2015, 23:54

Begrüßung Tüftlermesse, 14.01.2015

<Beginnt nach kurzem Räuspern zu sprechen - klar, deutlich, und ohne unnötige Pausen. Wer sie schon mal hat sprechen hören wird den Unterschied bemerken und recht einfach erraten können, dass sie sich diesmal die Zeit genommen hat, ihre Worte im Voraus zu planen. Von Gesten untermalt wird das ganze allerdings nur minimal, die Hände bleiben die meiste Zeit ein Stück vorm Bauch verschlossen> Willkommen, Tüftler und Gäste! Willkommen in Tüftlerstadt, willkommen zur Tüftlermesse.

Die 2GWF - Gemeinschaft zur Wahrung und Förderung gnomischer Werte und Fortschrittlichkeit, für jeden von Euch dem wir kein Begriff sind - hat Gnome wie auch ihre Freunde, Vettern und Alliierten heute in dieses Viertel, dieses Sinnbild gnomischen Zukunftsdenkens und Durchhaltevermögens auch im Exil geladen, um - bei allem Blick nach vorn - auch an einige Dinge zu erinnern:

Dass Technologie etwas stabiles, etwas festes ist, das unser aller Leben bereichert und vereinfacht, und nicht die rückständige Tötungsmaschinerie die Euch die Feinde der Allianz jenseits des Portals als Technologie verkaufen wollen.
Dass unser Volk seinen Platz unter unseren hochgeschätzten wie gastfreundlichen Vettern gefunden hat, und das logisch waltende Uhrwerk unseres Verstandes und unser Geschick gemeinschaftlich mit dem Rest Khaz Modans, mit dem Rest der Allianz arbeitet, ganz gleich welchen Unmut vereinzelte Verblendete zwischen uns zu streuen versuchen - Vergeblich versuchen!
Und, zu guter Letzt, dass, so wie die Getriebe hier unentwegt mahlen und die Kolben sich weiter senken und heben, auch der Geist von Entdeckern nie zum Stillstand gebracht werden kann, ganz gleich ob Gnom oder nicht. Also lasst uns diese Geister feiern, wie es ihnen gebührt! <An dieser Stelle setzt sie zur ersten wirklichen Pause an, breitet kurz lächelnd die Arme aus, bevor sie sich beiläufig die Nase kratzt und die Hände schließlich wieder vor ihrem Bauch zusammenfinden>

Also- Was erwartet Euch auf dieser Messe? Als feste Programmpunkte bieten wir Euch heute eine Podiumsdiskussion der versammelten Tüftler zum Beitrag der einzelnen Völker der Allianz zur Formung von Technologie und Tüftelwesen Azeroths, und <Sie schmunzelt sacht> - umgekehrt, der Beitrag den diese Tüftelei zum Formen und Prägen dieser Völker hat. Von gnomischen Bots und Strahlen, über Belagerungstechnik bronzebärtischer Maschinenschmiede und Maulwurfmaschinen der Dunkeleisen, zur Industrie der Gilneer und der steigenden Technikbereitschaft Sturmwinds, oder der Arkantechnologie Dalarans und der Draenei - und was immer sonst unsere Tüftler diskutieren mögen. Ich denke das verspricht für das Publikum interessant zu werden, und auch Ihr könnt nach Meldung Kommentare und Fragen einwerfen. Der zweite Punkt heute, für diejenigen unter Euch die Spektakel angeregtem Diskurs vorziehen, ist ein Schreiterrennen vor der Stadt!

Mannschaften von je drei Tüftlern reiten und werkeln um die Wette, und die Schnellsten können die Arbeitskraft der 2GWF für einen Gefallen ihrer Wahl beanspruchen - in einem vernünftigen Rahmen der uns nicht zu glorifizierten Sklaven oder verkohlten Kadavern zu machen droht, wenn das nicht selbstverständlich sein sollte.. <Sie lächelt kurz breiter> Dazu können sich die drei Schreiterpiloten über je eine goldene Schreitertrophäe freuen, die wir dann bei der Siegerehrung enthüllen.

Morgen erwartet Euch dann eine weitere spannende Debatte zu einem brandaktuellen Tüftlerthema und, der Höhepunkt der Messe, die Wahl der besten Erfindung! Aber, wer enttäuscht ist nur zwei Programmpunkte pro Tag vorzufinden, soll beruhigt sein:
Den Rest der Zeit über haben wir nicht nur die Köstlichkeiten von Alice's Bäckerei hier, um Euch den Aufenthalt angenehmer zu gestalten - An dieser Stelle mein herzlichster Dank an Alice Flinkdüse für ihre großzügig angebotene Hilfe! <Breitet kurz die Arme in Richtung der Beiden aus und nickt lächelnd> Auch Floraidh Goldvlies hat sich angekündigt um die Köstlichkeiten des Wilden Widders anzubieten.

Und, wie gesagt, nicht nur gegessen wird auf der Messe, sondern unsere Tüftler können auch ihre Teile und Maschinen feilbieten und, ganz wichtig, im Gremium besprechen wie ihre - oder, ich sollte sagen unsere - Tüfteleien EURE ganz persönlichen Probleme zu lösen vermögen, ob groß oder klein. Weil unsere Tüftler zwischendurch mit dem Programm beschäftigt sein werden, und um unnötiges Anstehen zu vermeiden, benutzt bitte den Apparat der dort am Briefkasten neben der Bahn angebracht wurde.

(( Demonstration des Nummer-Ziehens ))

<Nachdem sie wieder auf dem Podest angekommen ist> Und nun habt Ihr mir wirklich lange genug zuhören müssen, und ich würde alle anwesenden Tüftler bitten sich hier vor mir zu versammeln und sich und ihre Arbeit vorzustellen. Ob Ihr an Diskussionen oder Wettbewerben teilnehmen wollt bleibt Euch überlassen, wenn Ihr stattdessen nur in besagtem Tüftlergremium beraten und verkaufen wollt. Also, bitte, stellt Euch auf und dem Publikum nacheinander vor. Danke für die Aufmerksamkeit und.. willkommen!

<Lächelt nochmals breiter und deutet eine knappe Verbeugung an, ehe sie ihr Podest auch schon verlässt und anfängt die Reihe der Tüftler davor zu bilden.>
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Niffin
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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Do Jan 15 2015, 20:25

Begrüßung Tüftlermesse, 15.01.2015

*breitet die Arme weit aus, als wolle er den Platz umfassten holt tief Luft und beginnt klar und durchdringend in den Raum hinein zu reden* Willkommen, Freunde von nah und fern! Tüftler und Interessenten! Skeptiker und Leute, die nur wegen der Bäckerei hier sind! Willkommen zum zweiten Tag der Tüftlermesse der Gemeinschaft zur Wahrung und Förderung gnomischer Werte und Fortschrittlichkeit! Willkommen zu einer Feier des Fortschritts, einer Demonstration von dem, was bald für die ganze Welt die Zukunft sein könnte!

Gestern haben wir schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Werke der Tüftlerkunst gehabt! Technische Fragen wurden geklärt und das allgemeine Verständnis verbessert! Tüftler wurden vorgestellt und konnten vorort in den schönsten Spekulationen erlebt werden! Und das phänomenale Schreiterrennen zeigte Fähigkeiten in der Werkzeugbedienung und der Vorausplanung bei allen Beteiligten!

Wem das nicht einnehmend genug war, der sollte heute voll auf seine Kosten kommen! Wir beginnen wieder mit einem sanften Einstieg! Wer auch immer eine Frage hat kann sich dort hinten am Automaten eine Nummer ziehen *deutet hinten auf dem Briefkasten, an dem ein deutlich sichtbarer roter Knopf über einem Schlitz angebracht ist* und aufgerufen werden, um seine technischen Probleme jeder Art an ein Expertengremium richten zu können und möglicherweise besondere Schnäppchen bei konkurrierenden Angeboten herausgreifen zu können!

Aber entscheidet euch schnell, denn kurz danach werden wir auch schon mit einer Podiumsdiskussion mit einem Themenfeld wie es zentraler kaum sein  könnte beginnen! Wie tragen die Techniken der verschiedenen Völker zur Welt bei? Wie wird die Technik der Welt die Völker verändern? Und wie ist das zu bewerten? Tüftler werden einen kleinen Blick in die Zukunft nach ihrer Vorstellung werfen und sie mit allen Anwesenden teilen! Publikumsfragen werden natürlich auch angenommen, sodass jeder sich nach einer Meldung einbringen kann!

Wo ist der Unterschied zwischen der Philosophie der Technik bei Gnomen und Zwergen? Wann sehen wir die ersten Bergbaugeräte in den Elfenwäldern? Was bringen die Pandaren an technischem Wissen mit? Und wo soll und kann das alles enden? Tausende Fragen passen in dieses Feld und wir werden versuchen einige davon anzuschneiden!

Danach kommen wir zum wahren Höhepunkt dieser Veranstaltung! Der Erfinderwettbewerb! Jeder Tüftler kann eine beliebige Erfindung vor allen vorstellen und präsentieren! Ihr werdet kleine Wunder sehen, die ihr vielleicht nichtmal für möglich gehalten hättet! Den Tüftlergeist in reiner Form, manifestiert in Werken, die man vor nicht allzu langer Zeit ohne Magie für lächerliche Traumvorstellungen gehalten hätte!

Es sei davor gewarnt, dass alle von den Erfindern angegebenen Maßnahmen bei der Vorführung zur eigenen Sicherheit eingehalten werden sollten! Nichts liegt uns ferner als verletzte Gäste zu wollen!

Wir können nicht vorhersagen was alles kommt, aber die Überraschungen sollten Spektakulär werden und zeigen, zu welcher Schönheit, welcher Präzision, welchen Möglichkeiten, welchen Kunststücken und welchen Unterhaltungsmöglichkeiten Technik wahrhaft in der Lage ist! Ihr werdet Produkte sehen, die euch inspirieren und neugierig machen sollen und die eure Kinder dazu motivieren mögen unsere Werke schon bald weit zu übertreffen!

Alle Interessierten Tüftler sollen sich bitte bei unserer Freundin Ezzlin melden, die das alles hier so großartig organisiert hat! *deutet auf Ezzlin, sich schwungvoll verbeugend. Dann beginnt er auffordernd für sie zu Applaudieren*

Versorgt werden wir dabei wieder mit Speis und Trank von der großartigen Freundin Alice und ihrer themengerecht ausgerüsteten Bäckerei! Wie oft findet man schon Gebäck in Zahnradform? An Bier mangelt es natürlich auch nicht, also keine Scheu!

Zuletzt möchte ich allen Anwesenden noch viel Spaß, und umso mehr Inspiration wünschen! Hoffen wir auf eine spannende wie lehrreiche Erfahrung für alle! Der zweite Tag ist damit im vollen Maß eröffnet!

_________________
Wiki-Eintrag zu Niffin
Wiki-Eintrag zu den Wahrern des Gnomischen

Ein Gnom aus Gnomeregan, der gegen die Seinen handelte, war eine Unmöglichkeit, ein Zufall, eine unausdenkbare Anomalie. Im Gegensatz zu den Zwergen gab es in der Geschichte der Gnome keine Fälle von inneren Gewaltakten. Ihre Vergangenheit war frei von Kriegsherren und gewalttätigen Fraktionen. Gnome bekämpften einfach keine Gnome. In einer Welt voller Löwen, Tiger, Furbolgs und Großer Leute musste sein Volk sich aufeinander verlassen können. Das verstand sich von selbst. [Gelbin Mekkadrill: Kurzer Prozess]
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Knallschraub

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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Di Jun 02 2015, 23:26

Anlässlich der Ereignisse des aktuellen Plots "Unter dem Nordlicht":

Ein Flackern in der Dunkelheit. Das Schrillen von Sirenen. Ein Echo vielstimmiger, panischer Schreie aus den verängstigten Kehlen dicht an dicht gedrängter Schemen gellend. Ein Bild, ein Ton, ein Gefühl lauernden Übels, das außerhalb der Wahrnehmung schleichend, fließend, unsichtbar wie durch die Luft herangetragen wird: Sich verdichtet zu einem blassen Nebel. Hustende Gestalten - Gesichter, so bekannt und doch so fern. Eine trübe Wolke, grün, erstickend, überall. Lange, gewölbte Tunnel, die tief durch den Stein der Erde ziehen. Umfasst von einem wirren Netz von Kabeln, einem Irrlauf aus Rohren, einem Uhrwerk aus Zahnrädern - so unübersichtlich, wie geordnet - urplötzlich funkenstobend, brechend, kreischend, dem Zittern eines Fieberkranken gleich erbebend - bebend und sich im schwitzenden Wahn verlierend, erbrechend.

Ein nasses Zischen aus den Luftfiltern einer jeden Wand und Decke, ein Schatten leckt heraus und schließt mit den Worten der Vernunft, der Autorität, der Zuversicht eine jede Tür, stählern, dick und endgültig. Die Stimme des Hochtüftlers hallt und hallt, dreht sich im Kreis mit dem irren Gelächter einer hohen, entzündeten Stimme, verzerrt wie aus einer anderen Zeit, doch sickert sie immerzu herein, wird fein wie ein Gas, flüstert den unvergessenen, geliebten Gesichtern die Gewissheit des Unentrinnbaren.

Sie bewegt sich. Dreht sich, kommt nicht voran. Etwas zieht sie, hält sie. Eine Tür fest im Schloss, die Leiber unzähliger Gome pressen einander voran mit der schreienden Kraft einer Flut. Manche gehen unter. Sie verliert den Halt - eine Hand, ein geküstest Gesicht verschwindet im Schmerz, in der unaufhaltbaren Masse von Beinen und Füßen. Sie wird davon getrieben. Dunkle Tunnel drehen sich um sie, in roten, grünen, gelben, bunten Lichtern stroboskopartig erleuchtet. Unerträgliche Hitze nimmt ihr die Luft. Scharfe Rufe, flehende Schreie, tausend gepresste Worte trommeln ihr die kostbaren Namen aus den rasenden Gedanken, an die sie sich klammert, unter trappelnden Leibern verhallend.

Ihre Echos vermischen sich mit denen anderer Dinge, Orte, Erinnerungen. Die Getriebewellenunversität treibt vorbei - ihre Tore gähnen im chaotischen Unlicht kreisender Sirenen mit fernem Glühen, wie der Entlüftungsschacht einer laufenden Schmelze. Das Institut für Tüftelei starrt ihr aus leeren, schwarzen Augen nach, als der allgegenwärtige Griff der Flut ihr machtloses Ich daran vorüber zieht. Ein Bogenlichtspannner beginnt aufdringlich zu Klappern, zu einem metallischen Dröhnen anwachsend nimmt er ihr jede Orientierung, als sich hunderte und hunderte Körper in ungebrochener Angst durch eiserne Adern hinauf zur einzigen Rettung schrauben.

Das Bild wird klarer. Die Halle der Zahnräder. Der Uhrwerklauf. Die unzähligen Stimmen um sie herum werden verständlich. Mechanisch. Der Hort der Schöpfer. Sie erwarten von ihr nur einen Satz, ein Wort, eine Entscheidung. Obgleich sie sich wie eine verängstigte Seele unter den vielen anderen fühlt, ist die Präsenz der riesenhaften Konsole vor ihr so scharf, so klar, dass sie nur einen Ausweg aus dem Schrecken sieht: Das Wort sitzt ihr auf der Zunge - dann lößt es sich. Wie einen Tropfen flüssigen Echtsilbers vermag sie es nicht zu halten. Es zieht sich lang, nimmt sie mit in seiner ganzen, endgültigen Konsequenz und quillt heraus. Als sie ins Freie tritt, an die klare Luft, herrscht Stille um sie. Nur die Kleider ihrer Mitgnome liegen leer von allem Leben in kleinen, grauen Haufen im Schnee..

Mit einem wimmernden Schrei erwacht Trixie Knallschraub in kaltem Schweiß.
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Stillwasser



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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Do Jun 11 2015, 18:57

Ein Gedankengang, der im Rahmen des Nordendplots entstanden ist und sich irgendwie eingenistet hat:

Mit einem leichten Rascheln drückten ihre ledernen Stiefel das Gras nieder, während sie schnellen Schrittes die Weide überwand und den See erreichte der vor ihr lag. Es fehlten noch ein paar dutzend Meter bis zum Ufer und so blieb sie stehen um kurz zur Ruhe zu kommen, inne haltend, den Moment betrachtend. Strahlend stand die Sonne über ihr, ein klarer Sommertag, mit blauem Himmel und einem ein kühlen Lüftchen das über die Ebene wehte. Weiter entfernt, auf der anderen Seite, wurde der See von einem Wald gesäumt. Ein zwitschernder Singvogel flog an ihr vorbei, sie drehte sich hinterher und entdeckte hinter sich die Höhen und Gipfel von Alterac.
Und da war das erste bekannte Geräusch, ein schnauben, ein Pferdeschnauben. Wieder drehten sich die Stiefel im Gras, wieder viel der Blick zu See. Nun war der Moment komplett.

Zwischen ihr und dem See grasten nun zwei braune Reifpferde und ein weiß geschecktes Pony, gesattelt und bereit ihren Ausflug jederzeit fortzusetzen.
Nahe am Ufer hatte ein Pärchen sein Lager aufgeschlagen, eine rote Decke lag im Gras und ein Weidenkorb war zu erkennen. Gerade noch legten die beiden zwei Flaschen dazu und setzten sich auf die Decke. Auch wenn beide mit dem Rücken zu ihr saßen, so wusste sie genau um wen es sich handelte. Weinrote Haare, Pferdeschwanz, weiße Bluse, Braune Weste, dunkle Reiterhose, sie war es selbst, etwas älter als heute, vielleicht Zehn, Fünfzehn Jahre. Daneben er, hochgewachsen, schlank, angenehme Statur, aber trotzdem nur ein Schatten, ein unklares Bild, verwaschen, verschwommen, nicht klar zu erkennen. Trotzdem strahlte es Frieden aus, Fröhlichkeit, Innigkeit, Ruhe.

Und da war es, Kindergeschrei! Am Ufer des Sees glitt ein fliegendes Buch heran, schwarzes Leder, Rotes Lesebändchen, im Schlepptau freudig johlend und grölend zwei Kinder. Wie Alt mochten sie sein? Vier, Fünf oder Sechs Jahre? Sie wusste es nicht und auch ihr Aussehen blieb verschwommen, nur ab und an meinte sie ein Detail zu erkennen. Das Aufblitzen von Weinroter Augenfarbe, der Stich von Weinrot in den Haaren, ein glückliches Lächeln.

„Schön zu sehen, dass wir beide eine gemeinsame Zukunft haben.“ Ein vertrautes Gefühl schlich sich in den Moment hinein, tastete sich heran und mischte sich ein. Kurz darauf erschien ein zotteliger Wolfshund auf der Weide. Schwanzwedelnd, hechelnd und mit schwarz-braunem Fell trotte er auf sie zu, setzte sich daneben und blickt auf die Familie. „Bin ich eigentlich später immer noch dein Familiar? Oder werde ich zum Haustier und Wachhund degradiert und muss dann auf die Rasselbande aufpassen?“
„Das ist eine Utopie, nur eine fixe Idee, nichts weiter.“ Antwortete sie trocken.
„Ich sehe eher eine Vision, einen tiefen Wunsch, einen Glücklichen Moment in der Zukunft der dir Hoffnung schenkt und dich auf den Beinen hält.“ Gab der Hund zurück.
Silianea ignorierte ihren Begleiter. Ja, er hatte Recht und sie wusste es.

„Weißt du was, wenn wir das hier überleben, lässt du dich in eine Schreibstube nach Dalaran versetzen oder wenn es sein muss auch in dieses Olle Sturmwind. Und dann suchen wir dir einen netten Adeligen oder einen Magier oder Beides. Danach bekomme ich dann meine Ruhe, du deinen Wurf Welpen und ab und an tolle ich mal mit ihnen über diese Wiese.“
Amüsiert schüttelte sie den Kopf, er meinte es ehrlich, sie spürte es.
„Das wird sich zeigen, wenn es soweit ist.“
„Also gar nicht“, er knurrte,  „du jagst also lieber magischen Verbrechern hinterher oder kriechst mit den Gnomen durch die Weltgeschichte um irgendwelche Artefakte im Auge zu behalten. Du solltest dein Leben auch mal Leben können, dieses Leben und deine Studien als Kirin’Tor weiterführen.“
Weiter kam er nicht, unsanft wurde er unterbrochen.
„Jesper, gibt’s du mir bitten noch einen Moment?“
„Natürlich“, sie hatte seinen alten Hundenamen benutzt, die Fronten waren klar. „döse nicht mehr so lange, es wird bald weitergehen.“ Der Hund verschwand und mit ihm auch die vertrauten Gedanken.
Auf der Wiese hatte sich ihre Familie inzwischen zum gemeinschaftlichen Picknick auf der Decke zusammengefunden und begann den Weidenkorb zu plündern. Einen Moment hielt sie noch inne, dann versteckte sie ihren Wunsch wieder ganz tief in ihren Gedanken und schlug die Augen auf.

Da war er wieder, der Dschungel mit seinen Baumriesen.
Vor ihr, ein ansteigender Abhang, hinter ihr ging es abwärts in den Krater, auf dem Plateau dazwischen saßen sie. Ein Haufen Gnome. Teils zusammengesunken, dösend, den eigenen Gedanken nachhängend. Teils verletzt, erschöpft, gebrochen, aber auch hoffend, mutig und wieder auferstanden.
In den letzten Tagen hatten sie alles davon erlebt und diese Tage waren wahrscheinlich erst der Anfang.
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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Fr Dez 09 2016, 11:10

Niffin saß im dunklen Gemeinschaftsraum und starrte auf den Tisch. In dem nur von kleinen Notlichtern beleuchteten Raum schafften es sogar Stücke süßester Kuchen zu potentiell bedrohlichen Schatten zu werden. Er war nicht ganz sicher welchen Zweck es haben würde zu "trainieren" sich im dunklen Haus zu bewegen, aber irgendwas positives würde es sicher bringen... Bessere Orientierung im dunkeln, verbessertes Verständnis seiner anderen Sinne oder, wo er so auf den Kuchen schaute Gewöhnung an Paranoia, was zu dieser Zeit auch nicht schlecht war. Oder er wollte einfach die mentale "Stille" genießen, die von Reizmangel von außen  kam. So Kurzweilig das Gefühl auch sein würde. Wenn er die Stille nicht selber füllen würde, würde es einer der Anderen tun.

Zugegeben, vemutlich keiner der Gnome hier... Abgesehen davon, dass es noch deutlich vor dem Morgen war, war das Haus auch sonst oft wie ausgestorben.. Viele Gnome wohnten hier nicht mehr und von den Verbleibenden waren die meisten viel Zeit woanders, auch wegen den Dämonen... Sein kleines Gnomeregan war wohl nur so stabil gewesen wie sein Wille es aufrecht zu halten und mit dem einen war auch das andere verschwunden... Bitter stand er auf und suchte nach etwas alkoholischen...Ezzlin schlurfte ja irgendwo herum, es musste ja etwas im Haus sein...er griff nach einer Flasche, öffnete sie und roch daran.. gut genug.

"Das nennt du nach vorn schauen?", fragte Silly. Oder natürlich nicht Silly, Silly war tot. Und Silly hätte das vermutlich nie so gesagt. Aber er hörte es in ihrer Stimme als würde sie direkt mit ihm sprechen. mal wieder. Er stellte die Flasche wieder ab und murmelte leise ein " du hast recht..", ohne Überzeugung.Das war nicht hilfreich. Es war der beste Weg sich nutzlos zu machen, nur.... "Schau nicht wieder so. Du hättest vor mir genug Motivation die ganze Welt umgestalten zu wollen, mach mich nicht verantwortlich, wenn sie dir jetzt fehlt."
Und wieder hatte sie natürlich recht. "Sie"... Das produktive jetzt wäre allerdings schlafen und es sah wieder nicht so aus als wäre er dazu überhaupt in der Lage. Trotz eines langen Tages in der Werkstatt, auf dem Parkour und bei Susy. Aber die Tätigkeiten laugten ihn momentan auch nur mehr aus als etwas positives zu bringen. In der Werkstatt fokussierte er sich auf Kampf- und Spionagetechnik und selbst bei Erfolg war er nicht sicher, ob er die Welt damit besser machte.. Sein kleiner Trainingspakour war eine Herausforderung, aber seine körperlichen Fortschritte daran waren so schleppend, dass er immer seltener das Gefühl hatte, dass es sich noch lohnte.. Auch wenn Silly ihm erzählte, dass die Verlangsamung der Veränderung gerade ein Zeichen seiner Fortschritte war und der graduellere Erfolg genauso befriedigend sein könnte, wenn man sich entsprechend darauf fokussierte. Susy meinte, wohl nicht ganz zufällig, das selbe.

Susy war ohnehin so eine Sache. Sie gab ihm hin und wieder Dinge, die er üben sollte, und noch seltener kleine, für ihre Organisation wohl eher unwichtige Aufträge, die er soweit ganz gut erfüllt hatte, aber es wirkte manchmal so als würde sie ihm da eher einen Gefallen tun als seine Hilfe brauchen.. Oder ihm vertrauen. Er war sich ziemlich sicher, dass Susy oder ihre Leute schon gesehen hatten, wie er mit Silly redete. Zumindest machte die Sorge, die er bei Susy manchmal zu sehen glaubte wenn sie zu ihm schaute so am meisten Sinn. Aber egal, auch wenn es aus Mitleid kam würde er die Chance sich nützlich zu machen und sich zu verbessern annehmen. Und wenn seine aktuellen Projekte etwas würden, wären sie da auch direkt nützlich. Auch wenn Silly von seiner andauernden Verwicklung mit ihrem Arbeitsfeld nicht begeistert war... Oder gewesen wäre, sollte das wohl heißen....

Aber woanders sah er gerade auch keine Zukunft. Die Geschäfte langweilten ihn gerade nur und verstärkten die düsteren Gedanken und die Faszination mit dem kollektiven Verhalten intelligenter Wesen am Markt, dass ihn überhaupt erst in das Feld gebracht hatte fehlte einfach. Er hatte sich hoffentlich gute Leute gesucht, die jetzt nurnoch ein extremes Minimum an Arbeit an ihn zurückverwiesen und außer ein paar Unterschriften und einem weiter hereinkommenden Goldstrom hatte er erstmal weitgehend Ruhe vor dem Thema. Dass er hier das Interesse verloren hatte war eigentlich auch nicht überraschend. Auf sein Leben zurückblickend war es vielleicht eher interessant, dass er so lange durchgehalten hatte. Aber sonst hatte er irgendetwas anderes gehabt, dass seine Leidenschaft gefangen hatte, wenn er eine alte Tätigkeit verworfen hatte...

...eigentlich sollte diese Tätigkeit wohl momentan die 2GWF sein. Leuten helfen. Aber dass alle da ihn entweder behandelten als wäre alles in Ordnung, oder als wären die Dämonen ein Problem, dass ihm irgendwie wichtig sein sollte... Nun, dass sie ihn behandelten als wäre alles in Ordnung war wohl nicht ihre Schuld, er zeigte den Anderen Gegenüber wohl nichts anderes. Offenbar war er in diese Richtung ein guter Schauspieler. Schauspielerei? Wäre das vielleicht etwas? Er schüttelte den Kopf. Unsinn, der Kern seiner Selbstdarstellung war immer gewesen
sich selbst darzustellen. Auch das würde nicht funktionieren. Zumal die Dämonen gerade die Unterhaltungsindustrie eher negativ beeinflusst hatten. "Als würde es helfen sein Leben anzuhalten, weil über die Welt verteilt Dämonen unschuldige Menschen auf grausamste Weisen umbringen und sich einen Spaß daraus machen ihre Seelen auch nach dem Tod noch weiter zu quälen", meinte die andere Stimme, sein innerer Zyniker, der in letzter Zeit öfter aufkam. Oder ein Dämon. Er hatte sich in letzter Zeit schon öfter gefragt, ob er nicht irgendwie besessen wäre, da wäre er nicht der einzige gerade, nicht? Dämonen überall und viele von denen sollten Gedanken angreifen, warum also nicht seine?
Wenn ja, war der Dämon aber nicht all zu beeindruckend, wenn Zynismus die Methode seiner Wahl war. Nicht gerade eine Methode, mit der man ihn zu irgendetwas besonderem manipulieren konnte.. zumal er nun wirklich nicht wichtig genug für verlängerte dämonische Aufmerksamkeit war.. Nur gefiel ihm die Alternative, dass Teile von ihm selber zum Zyniker wurden, nicht besonders. Und dass er den Teil manchmal als getrennte Entität wahr zu nehmen glaubte war wohl nicht weniger beunruhigend. Aber ja ja, Dämonen sind ein wichtiges Thema, schon gut.

...nur eines, bei dem er auch mal wieder völlig machtlos war. Wunderbar. Er setzte sich wieder und betrachtete die Schatten des Gebäcks...  Nur um kurz darauf wieder schwungvoll auf die Beine zu springen und die Treppe hoch zu eilen. Denken war gerade kein produktiver Weg nach vorne, sondern einer zu stillstand. Er würde wieder Laufen gehen, bis die Anstrengung ihm wieder jeden gedanken raubte und Schlaf wieder möglich wurde. Es würde schon irgendwann besser werden. Er funktionierte ja recht gut, wenn er gebraucht wurde, eigentlich... Er schüttelte ein weiteres Mal den Kopf und lief los.

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Ein Gnom aus Gnomeregan, der gegen die Seinen handelte, war eine Unmöglichkeit, ein Zufall, eine unausdenkbare Anomalie. Im Gegensatz zu den Zwergen gab es in der Geschichte der Gnome keine Fälle von inneren Gewaltakten. Ihre Vergangenheit war frei von Kriegsherren und gewalttätigen Fraktionen. Gnome bekämpften einfach keine Gnome. In einer Welt voller Löwen, Tiger, Furbolgs und Großer Leute musste sein Volk sich aufeinander verlassen können. Das verstand sich von selbst. [Gelbin Mekkadrill: Kurzer Prozess]
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BeitragThema: Re: Tagebücher und Geschichten aus dem Leben - der ic-Beitrag   Do Jul 20 2017, 16:05

Ein riesiger Haufen Schrott. Das hatte er gekauft. Einen riesigen Haufen Schrott.
Der Gnom grinste. Oder alles eine Frage der Perspektive. Ein riesiger Haufen...Potential! Ein Riseiger Haufen verlorener Fortschritt! Ein riesiger Haufen gnomischer Kultur!

...aber abgesehen vom angebrachten Optimismus war das schon eine größere Aufgabe. Niffin hätte nicht gedacht, dass es soviel.... Kleinkram sein würde. Ein Stock mit komischen Federsystemen und so einer Art Klaue daran. Ein innen verkabelter Helm mit einer großen Linse die vermutlich direkt über der Nase sitzen würde, wenn man ihn aufsetzen würde, etwas was aussah wie ein Haufen Messer, Scheren und anderer Stacheliger Vorsätze an Armen, mit zwei kleinen Beinvorsätzen, dutzende andere Dinge... Er hatte keine Ahnung was das alles sein sollte, aber es stapelte sich an den Wänden und selbst in dem oberen Raum, wo er früher lieber Betten bereit gehalten hatte. Nur für den Fall.

Und jetzt... alles voll mit Geräten von denen keines einen leicht erkennbaren Zweck zu haben schien. Deshalb hatte S.I.C.H.E.R. die nach der Bergung ja auch für den Kauf frei gegeben. Hier steckten hunderte, wenn nicht tausende Stunden gnomischer Arbeit. Die meisten Erfinder, die diese Geräte geschaffen hatten waren sicher inzwischen gestorben. Aber die Geräte gab es weiter und er und die 2GWF würden sie wieder zum Leben erwecken. Leise lachend ließ er den Blick schweifen, das Geräusch klang umgeben von all dem Kram dumpf. Wenn das hier nicht eine bessere Erinnerung an alles war, was die Erschaffer waren als jeder Grabstein oder Geist je sein könnte.

Und er würde sie alle kennen lernen. Er und die 2GWF würden herausfinden, was diese Maschinen tun und dafür sorgen, dass sie auch dafür eingesetzt wurden. Den Fortschritt bewahren. Er atmete tief durch und nahm den geruch von altem Öl und verschmorten Kabeln in sich auf. Die 2GWF war wieder zurück. Das R.E.S.T.E.-Projekt war vielleicht das passendste was sie jemals angefangen hatten. Er hatte immernoch mehr als ein halbes Dutzend Gnome, die ihm helfen würden. Es war nicht alles verloren.

Der Blick nach vorn war frei und es gab Grund für Optimismus.
Silly hätte sich gefreut.

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