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 [Rollenspiel] Abenteuerjournal

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Luzula



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BeitragThema: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   So Mai 12 2013, 14:09

Rollenspiel: Abenteuerjournal

Lieber Leser,

Hier finden sich Auszüge, Eindrücke und Kurzgeschichten aus den Abenteuern des Flammenhorts wieder. Einleitungen oder Ausschnitte aus dem Rollenspiel und Plots haben hier ihren Platz.

Viel Vergnügen beim Durchstöbern, selbst Schreiben oder Lesen!




Einleitung zum ersten Gildenplot
Die letzten Tage sind doch überraschend ruhig gewesen. Manchmal würde sie schon gerne behaupten können, dass dem nicht so wäre. Es war unzweifelhaft zu erkennen, dass die grauen Zwerge beinahe mit den Füßen über den Boden scharrten. Bolgarm schwärmte förmlich vom Prügelabend und die Vorfreude auf den nächsten war ihm aus den Augen abzulesen, wie aus einem offenen Buch. Die Dunkeleisenzwergin seufzte tonlos und öffnete den ersten Brief vom Stapel. Ihr gegenüber saß der Witwenspinnling auf dem wuchtigen Schreibtisch und beäugte wachsam das Treiben. Die meisten Mitglieder im Flammenhort waren Krieger. Sie mussten früher oder später ihre Waffen wetzen. Sie wurden unruhig. Luzula las ruhig über die niedergeschriebenen Zeilen, während sie noch ihren Gedanken nachhing. Die einfachste Lösung wäre wohl ihnen einen unbescholtenen Wildhammer zum Fraß vorzuwerfen. Mindestens die Geschwister hätten sich mit Freude daraufgestürzt, ihn gerupft wie ein Huhn oder zu Haggis verarbeitet. Alles in allem jedoch nur kurzweilige Beschäftigung und keiner ernsten Überlegung wert...
Luzula hob überrascht die Brauen an. In ihren Händen hielt sie eine Einladung zur Weihe der ersten, gnomischen Paladin. Wahrlich, dieser Tag barg schon eine erste Abwechslung. Eine Reise in die westlichen Pestländer würde also schonmal in Kürze anstehen. Bei den Ahnen, frischer Wind um die Nase würde schon keinem schaden, auch wenn sich die Begeisterung arg in Grenzen halten würde, sobald sie verlauten ließe, dass die Reise mit Licht, Priestern und Paladinen zu tun hätte. Aber das Schicksal hielt ihr einen Strohhalm hin und der wurde ergriffen! Man musste die Dinge nunmal so hinnehmen, wie sie sind.
Die Dunkle legte die Einladung neben Morgud ab. Die Spinne tastete vorsichtig über das Pergament, während Luzula nach dem nächsten Brief griff und flott aufschnitt. Das Messerchen wurde beiseite gelegt und in der Zeit, wo sie aufmerksam las, blieb die Stille im Zimmer bewahrt. Die Öllampen erhellten den Raum nur schwach und die Kerze am Tisch flackerte unaufhörlich. Morgud wurde mit der Zeit langweilig und ließ von Linnys Brief ab. Die Aufmerksamkeit des Familiars lenkte sich auf die Zwergin, die aschfahl den Brief Seite für Seite auf den Tisch zurückfallen ließ und Morgud darunter begrub. Hastig griff Luzula nach dem Briefumschlag und stierte ihn ernst von beiden Seiten an. Kein Absender! Nur ein einzeiliger Empfänger Flammenhort.
Sollte das etwa witzig sein?! Luzula grabschte grob nach den Seiten. Vergilbtes Papier, leicht angeschmort und modrig. Ihre Augen glühten heller auf.
Das Schicksal hatte offenbar Sinn für Humor.
"Die Pestländer also..."
Wenn der Inhalt dieses mysteriösen Briefes auch nur einen Funken Wahrheit barg, dann würde die Reise wohl bedeutend mehr verheißen. "Morgud, hol' Garam! Ich suche die anderen." Die Dunkle erhob sich umgehend vom Tisch, faltete hastig das knittrige Pergament des Briefes zusammen, legte es in ein wahllos ergriffenes Buch aus dem Regal und stopfte es zurück. Die Zwergin verlor keine Zeit und rauschte schon aus dem Haus. Die Tür schlug hinter ihr krachend zu und zurück blieb eine verdutzte Spinne, die Luzula nachsah und unruhig mit dem Hinterleib wackelte. Es verhieß alles nichts Gutes...


Zuletzt von Luzula am Di Sep 30 2014, 14:50 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Garam Siedefaust
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Di Mai 14 2013, 14:09

Laut erscholl das Stündliche Horn von Eisenschmiede vor einigen Minuten, und verkündete, dass es bereits ein Uhr in der Frühe sei. Garam Siedefaust brütet noch immer über den Briefen, die ihn seine Frau gegeben hatte. Luzula nutzte die kurze Pause und schlief ein wenig. Ein tiefes Brummen erklang vom Zwerg, als er eine Feder ins Tintenfass tauchte und began etwas für die Reise zu notieren. Genau damit hatte der runde Dunkeleisenzwerg schon oft gute Resultate erzielt. Nur wenige legten ähnlichen Wert auf eine exakte Planung und Ordnung eines Vorhabens. Die Zeit flog nur so dahin, während er schrieb.
Plötzlich verspürte der Zwerg ein heißes Stechen in seiner Brust. Der Federkiel fiel auf die Unterlagen und verursachte einige Tintenflecke in seinem Geschäftsbuch. Verzweifelt griff der Pyromant mit seiner rechten Hand nach seiner Brust, um seine Wurstfinger in den Stoff und das Fleisch zu bohren. Sein Gesicht verzerrte sich durch die qualvollen Schmerzen zu einer Grimasse. Sekundenbruchteile später fiel Garam mit einem dumpfen Knall auf die Schreibtischplatte. Durch den Aufschlagen des massigen Oberkörpers fielen Tintenfass, als auch der Krug mit Dunkeleisenbier um. Beiden Flüssigkeiten vermischten sich zu einer pechschwarzen Mischung.

Goldbein, die kleine flinke Glasnetzspinne des Zwergen krabbelte aufgeregt unter dem Bett hervor und raste auf den Tisch zu. Während die Spinne lief, funkelte kurz der Halsschmuck des Zwerge auf und ein Feuerelementar erschien. Das feurige Geschöpf fing mit einer wüsten Schimpftriade an. Und auf eines der Wörter hin stieß eine Falkenfigur aus feinstem Smaragd, welche auf dem höchsten Bücherregal thronte, einen schrillen Schrei aus. Der Elementar marschiert auf den regungslosen Zwerg zu, als aus dem Nichts ertönte: „Kein Schritt weiter du übergroße Kerzenflammen! Das ist eine Falle! Denk an das letztemal!“ In der Tat blieb der feurige Diener stehen.

Hastig stieg Luzula aus dem Bett und eilte zu ihrem Mann. Verzweifelt rüttelte die Frau am Zwerg,bis er leblos zu Boden fiel. Während des Sturzes fiel eine schlichte Taschenuhr aus Thorium, aus einer Robentasche. Die Uhr zeigte: 1:33. Tränen schossen der Dunkeleisenzwergin in die Augen. Panisch zerrte sie seinen verkrampften Arm von der Brust fort und riss den Stoff seiner Bekleidung darüber mit seinem Dolch grob auf. Das wässrige Blick huschte über die feinen Blutäderchen, die seine graue Haut unheilvoll dunkel durchzogen. „Sicher hat er was Falsches gegessen.“, brummte die Dunkeleisen und hetzte geistesgegenwärtig zum Schrank, um dahinter einige Gemüsevorräte hervorzuholen. „Ich weiß, er hasst es, aber was anderes fällt mir nicht ein!“, meinte Luzula aufgebracht zu Morgud, während sie eifrig das Gemüse kleinschnitt und klein stampfte. Sie füllte den dünnen Brei in eine kleine, grünen Phiole, wie sie in jedem guten Dunkeleisenischen Haushalt zu finden war. Luzula blickte beim Zwerg nochmal auf die Uhr, welche 1:39, zeigte. Mit einem Schluchzen wand sie sich an den Elementar und fauchte ihn herrisch an: „Immerglut, hilf mir!“ Sichtlich übelgelaunt kam der Elementar herbei und hievte den Zwerg etwas an, damit die Zwergin Garam die grüne Pampe einflößen konnte.
Wenig später kamen bereits erste Würglaute, welche lauter und lauter wurden...

Stunden später. Ruhe war eingekehrt. Die Spinnen schliefen wieder und irgendwie schaffte es die Zwergenfrau ihren beleibten Gemahl aufs Bett zu bekommen, da sich Immerglut irgendwann dazu entschied zu gehen. Der Zwerg lag ruhig auf dem Bett. Die Atmung war flach und unregelmäßig. Mit sorgenvoller Miene krallte sich die Zwergin seinen roten Hut. Sie murmelte etwas von Rache und Werk fortführen. Nach einigen endlos wirkenden Momenten erklang röchelnd: „Das wird nicht nötig sein.“ Zittrig hob Garam seine rechte Hand. Er grollte einen Fluch, gefolgt von: „Das werde ich noch selbst tun können. Ich muss dringend etwas Schmuck herstellen…“ „Garam nicht!“ Doch der Zwerg setzte sich bereits auf. Wenig später stand er schon schwer atmend, nur um wieder kurz darauf wieder auf in das Bett zu fallen.

Während er vom Sitzen sich wieder in die Waagerechte begab, knurrte er übelgelaunt. Im Liegen ging er nochmal durch, wer ihm das angetan haben könnte. Der Kellner? Nein, der hatte seinen ersten Arbeitstag. Welchen Nutzen hätte er gezogen? Dann wäre da seine Frau. Er traute es ihr durchaus zu, aber er wusste wie sehr sie sich ins eigene Fleisch schneiden würde. Immerhin hat er ihr vieles erst ermöglicht. Er war ihr Gönner, ihr Kanzler und auch… der Zwerg wischte den Gedanken beiseite. Für ihn kam nur eine Person in Frage. Garam blickte zur Zwergin und drohte prompt: "Wenn du nochmal Grünzeug bunkerst, werd' ich stinkig!"
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Mi Mai 22 2013, 14:41

Willenskraft sollte nicht unterschätzt werden.
Verlockungen lauerten überall. Gerade jetzt knirschte Luzula verärgert mit den Zähnen und presste ihre Kiefer fest zusammen. Die Bilder einer scheußlichen Nacht verfolgten sie unnachgiebig und erschienen immer, sobald sich ihre schweren Augenlider schlossen. Wer auch immer ihren Mann beinahe umgebracht hätte, es war überaus verlockend ihn nicht nur aufzuspüren, sondern die Vergeltung spüren zu lassen. Furcht wie ein Gift einzuflößen. Wahnsinn in seinen Kopf zu pflanzen. Schmerzen spüren zu lassen, die ihn seinen Namen vergessen ließen.
Die Dunkeleisenzwergin atmete tief durch und sah zu ihrem schlafenden Mann. Willenskraft bedeutete, die Rache nicht einzufordern, sondern der Schrecken standhaft auszuharren. Sie konnte warten und sich in Geduld üben. Dennoch zerrte die nächste Lügengeschichte an ihren Nerven. Die Gerüchte über Garams Tod zu streuen, schien den bisher gewünschten Erfolg zu haben. Sie hatten ihre Ruhe, um sich zu erholen...
Aber beim Barte ihrer Ahnen, wenn der Übeltäter ihnen je in die Finger geriet, sollte er beten, dass ihre Willenskraft stärker wäre, als der Durst auf sein Leid!
Vielleicht würde die bevorstehende Reise ihren Kopf etwas abkühlen und befreien...
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BeitragThema: Aufbruch in die Pestländer   Mi Mai 29 2013, 14:01

Aufbruch in die Pestländer
Hufe donnerten über den Boden. Atem gefror zu eisigen Wolken und dampfte aus den Nüstern der Widder, als wären es Drachen. Kehlige, zwergische Rufe trieben die kräftigen Tiere an. Zusätzlich schlugen Fersen gegen die Flanken. Der kalte Wind peitschte den Reitern gnadenlos entgegen und bauschte ihre Umhänge in weiten Falten auf. Im halsbrecherischen Galopp bahnten sie sich ihren Weg durch das verschneite Dun Morogh.
„Dunkeleisen!“ Der Gebirgsjäger rappelte sich keuchend auf die Beine und klopfte den Schnee notdürftig von seiner Kleidung und aus dem kupferroten Bart. Sein stechender Blick heftete sich an die Rücken der grauen Zwerge, die ihn mit jedem Wimpernschlag weiter zurückließen. Bei Magnis Barte, sein beherzter Sprung in den Graben hat ihm sicherlich eine unschöne Begegnung mit den Hufen der Widder erspart! Er schnaubte verärgert und hob drohend die Hand, ehe er nachbrüllte, „Sperrt die Augen auf, verflucht!“ Sie hörten es vermutlich schon gar nicht mehr. Ob sie überhaupt Notiz von ihm genommen hatten? Der Jäger schlurfte zurück auf den Pfad und schulterte das Gewehr. Das sind sicherlich vier oder fünf Dunkeleisenzwerge gewesen, die es verdammt eilig hatten. Manche schwer bewaffnet, andere in farbigen Gewand. Noch während der Bronzebartzwerg rätselte, welche Ausgeburt des Nethers den Reitern im Nacken saß, um diesen Gewaltmarsch zu erklären, ließen die Dunkeleisenzwerge Dun Morogh immer schneller hinter sich...
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BeitragThema: Lager in den östlichen Pestländern   Mi Jun 05 2013, 12:25

Lager in den östlichen Pestländern
Eigentlich ist sich Luzula sicher gewesen, dass ihr üble Gerüche nichts mehr anhaben könnten. Jahrzehnte sind verstrichen, wo sie allen Dingen ausgeharrt und getrotzt hatte. Schwefel, verbranntes Fleisch, Kohlestaub und Unrat müssten sie abgestumpft haben... eigentlich. Die Dunkeleisenzwergin festigte den Griff um ihre Waffe. Der wuchtige Stab glänzte dumpf im Feuerschein des Lagers. Massiver Stahl und brutale Stacheln gaben ihr ein beruhigendes Gefühl von etwas Sicherheit in ihren Händen. Dieses Land verkörperte den Untod. Alles grün war verwelkt und raschelte trocken unter ihren Füßen oder wurde von den Hufen der Widder zu rostroten Staub zermahlen. Die meisten Bäume waren kahl und streckten ihre dunklen Äste in den Himmel, wie dürre Finger, die die Reisenden für immer einschließen wollten. Merkwürdige Flechten überdeckten mancherorts den Boden oder verleibten sich Sträucher, totes Tier oder Felsen ein. Bäume trugen Geschwülste, wie etwa ein Pestkranker. Bleiche Pilze und Schwämme erinnerten mehr an Eitelbeulen, die dieses kranke Land übersähten. Die Pestländer waren nicht tot, dessen war sich Luzula sicher, sondern schon darüber hinaus. Zumindestens hier, wo sie sich nun befanden... mitten im Nirgendwo.
Die Dunkeleisenzwergin zog ihren Umhang fester an sich und ließ den glühenden Blick schweifen. Es behagte ihr nicht mitten in der verdorbenen Wildnis zu lagern, obwohl sie Wache hielten. Ständig war ein Rascheln im Unterholz zu hören und Augen blitzten zwischen dem missgebildeten Gestrüpp im Schein des Feuers hell auf, ehe sie blitzartig verschwanden. Der Gerüch von Fäulnis und Verwesung hing penetrant in der Nachtluft und schnürte ihr allmählich die Kehle zu. Es war nur eine Sache der Gewöhnung, aber sie hoffte inständig, dass ihr der Gestank schon morgen nicht mehr wie eine geballte Faust in den Magen hämmerte. Luzula seufzte tonlos und lauschte wachsam. Ihr Blick heftete sich jedoch misstrauisch an eine Gestalt, unweit des Lagers. Das fahle Licht seiner Lampe pendelte unentwegt über die nähere Umgebung. Sie musste unwillkürlich an den Leuchtturm im Hafen von Sturmwind denken. Ob dieser Gefährte allerdings den Kreaturen dieses verfluchten Landes den Weg wies... oder nur ihnen, würde sich noch zeigen.
Ihm durfte nicht vertraut werden, auch wenn sie seine Hilfe nun brauchten. Ein Handel mit dem Tod... Luzula wischte den Gedanken rasch beiseite und setzte sich auf dem gefällten Baumstumpf um.
Bei den Ahnen, was gäbe sie jetzt nicht alles für ein Sulfuronwasser!
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Mo Jul 01 2013, 14:45

Wieder in Darrowehr
Schweißgebadet. Anders waren Zelia und Bompf nicht zu beschreiben. Erschöpft träfe wohl auch zu. Die beiden Dunkeleisenzwerge fielen auf ihre Hintern und lehnten sich Luft schnaufend an einen verkohlten Stützbalken, den sie über Stunden mühsamster Arbeit beiseite geschafft hatten. Mitten in der Nacht war das Werk getan. Luzula beobachtete ihre Gefährten in der verbrannten Ruine eines alten Hauses, während sie ihrem Widder beruhigend über die weichen Nüstern strich.
Die Tiere waren nervös und tänzelten unwohl über den verwachsenen Boden. Merkwürdige Pilze und Flechten hatten das Pflaster zur Gänze verschlungen und schmatzten ekelhaft, sobald die schweren Hufe es zertraten. Sie hatte ihr Bestes versucht, aber die Tiere ließen sich nur mäßig besänftigen. Etwas war faul - mal von der Landschaft in den Pestländern abgesehen. Ihre Nackenhäärchen waren seid Betreten des verlassenen Ortes aufgerichtet. Gänsehaut kribbelte unter den Armstulpen. Luzula wurde das beklemmende Gefühl nicht los, dass sie beobachtet wurden...
"Ruht euch aus." Die Dunkeleisenzwergin schritt in weiten Sätzen zur Ruine und warf beiläufig einen Blick zum Hüter der Nordlande. Er hatte sich wie üblich kein Stück bewegt und hielt seine Lampe stoisch in die Finsternis. "Wir sollten alle bei Kräften sein."
Sie waren vermutlich nur noch wenige Meter vom Ziel entfernt. So wenige! Doch Geduld musste sein. Man konnte nie wissen, was im Keller eines alten Hauses lauerte...
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Fr Jul 05 2013, 12:16

Rückkehr nach Eisenschmiede
Die Äste der Tannen bogen sich unter der Last des Schnees. Eis knarzte und knackte. Noch nie ist Luzula froh über die fürchterliche Kälte Dun Moroghs gewesen und nun entlockte es ihr ein friedliches Lächeln. Die Ausläufer des Gebirges säumten den Pfad und in der Ferne lugte zwischen den weißen Baumwipfeln die riesigen Tore Eisenschmiedes hervor. Das war es also, was man Heimweh nannte... Selbst das Zetern und Motzen von Bompf rückte für mehrere Herzschläge in den Hintergrund. Die Dunkeleisenzwergin sah wie gebannt zum Eingang der Stadt, bis er erneut hinter Tannen verschwand. Bompf konnte es gar nicht so schlecht gehen, wenn er noch den Atem für das permanente Meckern hatte. Zelia hingegen wurde gefährlich still und Luzula war sich sicher, dass ihre Leibwächterin öfter ihre Waffe am Knauf streifte - um jeden Mal abzuwägen, ob sie dem zeternden Zwerg ins Land der Träume prügeln sollte oder nicht.
Die Ereignisse und Reise hatten die Zwerge allerdings ausgelaugt und erschöpft. Gebirgsjäger beobachteten schweigend, wie die Reiter, von ihren Tieren getragen, ermattet in den Sätteln hingen. Die Umhänge blieben fest vor der Kälte zugezogen. Getrocknetes Blut, Ruß und Schmutz verdreckten die Dunklen. Schnitte und Risse säumten ihre Kleidung. Es waren die Zeugen eines zurückliegenden Kampfes.
Und trotzdem... wirkten die Dunkeleisenzwerge zufrieden. Abgesehen von Bompf.
"Du wirst Sturmwind übernehmen, Zelia. Ich kümmere mich um Eisenschmiede!"
Es gab viel zu tun. Die Geschäfte warteten nicht!
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Mi Jul 17 2013, 12:13

Es war unheimlich... auf seine eigene paradoxe Art und Weise. Schlicht und ergreifend falsch. Wie die Seite einer Münze unterschied sich auch das Verhalten ihres Mannes. Garam schien zur Zeit nur den Jähzorn oder Fürsorge zu kennen. Entweder er hatte die Wahrheit gesprochen oder er wollte sie schlichtweg in den Wahnsinn damit treiben!
Die Dunkeleisenzwergin zuckte erschrocken zusammen, als der Witwenspinnling über dem schmalen Fenster mit den Mundwerkzeug klackerte. Luzula stand auf einem Stuhl, um wachsam auf die Straße hinauszublicken und schenkt nun der Spinne einen verärgerten Blick.
"Ich gehe nur sicher, dass er mir nicht gefolgt ist.", zischte sie scharf zurück und drückte das Gesicht wieder gegen die gusseisernen Stäbe.
Gerade jetzt beneidete die Zwergin Garams seligen und tiefen Schlaf. Sie hingegen konnte sich nicht entscheiden, was ihr gegenwärtig mehr Sorgen bereitete: Der übellaunige Gatte oder der Schamane in Eisenschmiede. Speichellecker... Ordnung in die Elemente bringen. Das Feuer hatte ihm den Kopf verdreht und mit Sicherheit Lügen eingeflüstert, damit es einen willigen und gehorsamen Diener besaß. Was kümmerten Feuerelementare Ordnung? Sie wollten fressen und vernichten! Alles durch ihre brennenden Leiber versengen, was ihnen zu nahe kam. Respekt erweisen, hatte der Schamane im Mystikerviertel erwähnt. Als ob diese Scheusale Respekt überhaupt kannten! Die Dunkeleisenzwergin spuckte verächtlich aus dem Fenster und zog vorsichtig das trübe gefärbte Glasfenster zu.
Zerstörung... Herrschsucht... Gier... Das kannten Feuerelementare. Sonst nichts. Dessen war sie sich sicher. Der Schamane musste eine Marionette sein. Ein neuer Punkt mischte sich zu ihrer Liste: Den Kerl im Auge behalten.
Möglichst leise huschte die Zwergin durch das stockdüstere Zimmer zum Bett. Allein die rot glühenden Augen glimmten in der Dunkelheit, wie zwei frisch entfachte Kohlestücke.
Aber eines nach dem anderen: Zuerst stand die Predigt in der Halle der Mysterien an, danach der Rat von Eisenschmiede. Vielleicht, ja vielleicht sollte sie einer anderen Person stecken, dass ein Freund der Feuerelementare in der Stadt sein Unwesen trieb.
Bei der Gelegenheit musste sie auch Mirye dringend aus der Botschaft zur Lehrstunde zerren. Sonst glaubte der Lehrling noch, die Ausbildung wäre zum Faulenzen da!
Mit einem schweren Seufzen glitt Luzula in die Bettlaken. Es gab soviel zu tun...
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Di Aug 13 2013, 13:42

Vorstellung: Molindra Schwelbrand
Molindra Schwelbrand war im Grunde keine gesellige Person. Sie verabscheute die meisten Leute, redete ungerne und selten und setzte nur dann einen Fuß vor die Halle der Mysterien, wenn es unbedingt nötig war. Heute war einer dieser Tage und Molindra hasste ihn schon jetzt abgrundtief. Ausnahmsweise lag es nicht am Gesprächspartner, sondern am Grund für das Gerede. Die Einäugige strich sich die feuerroten Haare aus dem Gesicht und tastete prüfend über die Augenklappe und das Narbengewebe. Erst als sie sich versichert hatte, dass alles wie angegossen saß, blickte die Dunkeleisenzwergin trotzig zu Luzula auf und verschränkte demonstrativ die kräftigen Arme.
"Wieso ausgerechnet ich?", knurrte die Ältere der beiden genervt und beobachtete die junge Ordenshüterin missgestimmt.
"Weil niemand aus dem Orden zur Verfügung steht und du somit meine erste Wahl bist. Muss ich das jetzt wirklich genauer erläutern?", antwortete die graue Zwergin ausgesprochen ruhig und atmete tief die aufsteigenden Rauchschwaden ein, die ihren Leib sachte umwoben, wie dünne, kräuselnde Schleier. Der Geruch von angesengter Haut kroch in Molindras Nase, die nun verärgert ausschnaubte.
"Du hast nie sowas von mir verlangt. Muss das jetzt der Fall sein? Nimm wen anderes! Wie wäre es mit jemanden von den Tiefschürfern?" Jeder Strohhalm wurde ergriffen, um sich aus dem Sumpf zu retten, aber Luzula schwieg sich nun aus. Ihre Augen öffneten sich allerdings und linsten in schmalen Schlitzen zur Pyromantin. Stille legte sich über die beiden Zwerginnen, während die Ordenshüterin immer skeptischer eine Braue zum Bogen spannte und Molindra mit jeder verstreichenden Sekunde vorwurfsvoller anstarrte. Schwelbrand kannte diesen Blick inzwischen zu gut und zog eine trotzige Schnute.
"Ich bin keine bessere Rednerin, als einer von denen!"
"Das bist du sehr wohl, aber das ist im Vergleich auch nicht schwierig..." Nun huschte ein süffisantes Grinsen über Luzulas Gesicht. "Die Bergbauer stehen dir in Sturheit nichts nach, aber sie werden dir beim Rat sicher den Rücken stärken. Also mach dort gefälligst als meine Vertretung eine gute Figur. Falls dir auch die Geschwister über den Weg laufen, binde sie fest. Ich will wissen, ob was an den Gerüchten wahr ist, dass sie einem Greifen den Schädel eingeschlagen haben und wegen dieser Lächerlichkeit scheinbar untertauchen."
"Aber -" Molindra kam nicht weiter mit einem Einwurf. Luzula hob eine Hand an und nahm einen großen Schritt, um aus dem Kohlebecken zu gehen. Ihre nackten Füße tasteten sich sicher zum Metallrand vor und qualmten noch einige Wimpernschläge nach. Die Einäugige kam nicht umhin die verstümmelten Zehen der Hüterin zu mustern und kräuselte leicht die Nase. Angesengte Haut stank immer bestialisch.
"Bei den Ahnen, wir sind nur zwei Wochen auf Reise! Zwei kurze Wochen! Es ist nicht zuviel verlangt, dass du mich beim Rat vertrittst oder Anfragen in der Halle entgegennimmst und auf die Lehrlinge achtest. Ich lasse dich danach auch wieder in wohlverdienter Ruhe."
Nun wurde Molindra hellhörig. Ein fieses Grinsen verzerrte die Miene.
"Die Lehrlinge werden mir für zwei Wochen überlassen? Ich dürfte sie über die Kohle jagen?"
"Sicher. Sie sollen nicht glauben, dass sie sich in unserer Abwesenheit gehen lassen dürfen. Sorgt dafür, dass sie in Form sind. Wenn die Novizen des Sanktums nächsten Monat nach Eisenschmiede kommen, sollen wir uns nicht wegen unserer Lehrlinge schämen müssen."
Luzula schlüpfte in ihre Schuhe und wischte sich die Schweißperlen von der Stirn, bevor sie abschließend tief durchatmete und Molindra zuwand. Im Grunde war Schwelbrand keine gesellige Person, aber verlässlich und manchmal von erheblicher Grausamkeit, was es so einfach machte die Angel auszuwerfen und den Fisch an Land zu zerren. Sie nickte nun eifrig. "Du kannst dich auf mich verlassen!"
"Das wollte ich hören... Ich werde dir alles wichtige aufschreiben.", erwiderte Luzula beiläufig und ging voran, nachdem Molindra ihr den Vortritt überließ und folgte.


Zuletzt von Luzula am Fr Okt 04 2013, 13:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Fr Okt 04 2013, 13:32

Im düsteren Viertel
Morgud rührte sich keinen Millimeter. Angespannt harrte sie in der Dunkelheit des düsteren Viertels aus und drängte ihren Körper dicht in die Ecke. Die roten Augen blieben auf ihr Opfer gerichtet...
Es ahnte nicht einmal in welcher lebensbedrohlichen Gefahr es schwebte. Unbehelligt flanierte die Todgeweihte über der Straße und schien sich kurz an einem brennenden Kohlebecken zu wärmen. Morgud duckte sich und setzte sich äußerst langsam in Bewegung, als wäre sie in der Zeit gefangen. Bloß keine hektische Geste... kein Geräusch! Sich auf ein schlechtes Gehör des Opfers zu verlassen wäre töricht. Kein Schatten würde sie wiederum verraten. Das Licht des Feuers warf stattdessen einen langen Schatten auf die Mörderin, die im Rücken ihrer Beute sich näher wagte. Die Waffen glänzten unheilvoll und in schillernden Schlieren des Giftes darauf.
Dann geschah es schnell!
Ein entsetztes Quieken schrillte, als sich die Spitzen ins Fleisch bohrten. Die Ratte wirbelte panisch herum und entriss sich gewaltsam dem Biss der Spinne, die nun rasch zurückkrabbelte. Das lähmende Gift tat nun seine übrige Wirkung. Das Tier versuchte vor seiner Angreiferin zu flüchten, die nun regelrecht gemütlich hinter ihrem Futter nachlief. Zuerst strauchelte die Ratte nur, dann brach sie zuckend zusammen.
Sieg für die hungrige Spinne! Morgud klackerte zufrieden und heißhungrig mit den Greifwerkzeug und zerrte ihr Futter zurück in die Schatten. Nicht, dass noch jemand anderes auf die Idee kam ihr das Essen streitig zu machen...
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Mi Okt 09 2013, 13:36

In eisiger Weite
"So... und was ist jetzt wirklich in der Kiste?" Langsam konnte sich Luzula vorstellen, warum Zelia auch Feuerblick genannt wurde. Ihre orangeroten Augen starrten sie eindringlich an und forderten die Antwort erbarmungslos ein. Der Schnee knarzte unter den Plattenstiefeln, während ihre Leibwächterin sich zur verschlossenen Kiste drehte. Eisige Atemwolken quollen aus beiden Mündern und wurden vom kalten Wind zerrissen. Luzula seufzte leise und drückte den Schlüssel in das Vorhängeschloß. Binnen Sekunden ließ sie es achtlos beiseitefallen und stemmte den Deckel der Kiste auf.
"Buärgh! Das stinkt ja als wäre da eine Leiche drin!", motzte Zelia angeekelt und hielt umgehend den Plattenhandschuhe an die Nase. Beharrlich blieb sie auf ihrem Platz stehen und rückte kein Stück näher heran, sodass Luzula ihr den Kopf zudrehte und leise seufzte.
"Das liegt daran, dass in der Kiste eine Leiche ist."
"Was?!" Nun setzte sich die Kriegerin sofort in Bewegung und warf einen flüchtigen Blick hinein, bevor der Kistendeckel wieder abgesetzt wurde. "Warum hast du das nicht eher gesagt?"
"Hätte das etwas an deiner Hilfe geändert?", entgegnete die Dunkeleisenzwergin mit gehobenen Augenbrauen und rümpfte nun auch kurz die Nase, ehe sie sich zum Wärmen die Arme rieb. Verfluchte Kälte. Verflixter Schnee!
"Ja... also... ja, das hätte es." Ihre Begleiterin brummte verhaltener vor sich hin und warf der größeren Kiste einen säuerlichen Blick zu. Anspannung kroch durch Luzulas Körper, bis Zelia die Stimme nochmal erhob und leise weitermotzte, "ich hätte ein Mundtuch mitgenommen. Handschuhe. Oder eine Nasenklammer!"
Beide mussten für einen Augenblick schmunzeln.
Irgendwo in Dun Morogh, ungesehen und fern von allen...
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Di Okt 15 2013, 10:40

Brummend saß der Zwerg vor einem leeren Blatt. Schon den ganzen Morgen saß er da. Mit den Fingern der Linken trommelte der Herr grübelnd auf der Tischplatte herum. Doch es war vergebens. Der Zwerg konnte sich an keinen verdächtigen Traum erinnern. Auch das seit neustem morgendliche Überprüfen des Spiegelbildes, in dem Säbel seiner Frau, wies keine Besonderheiten auf. Murrend grübelte der Zwerg weiter. Sie wussten was zu tun war. Es galt den Alten zu finden. Sein Gehstock war die Wurzel allen Übels, dessen war er sich sicher. Die Situation missfiel dem Dunkeleisen immer mehr. Es erinnerte ihn an eine andere Begebenheit. Es würde nur eine Frage der Zeit sein, ehe die aus dem Haus geworfen Gnomin fast seinen Kenntnisstand erreichen würde. Es musste gehandelt werden. Aber selbst, wenn andere ihm zuvor kommen worden. Er wusste immerhin ein nicht unerhebliches Detail. Und sofern eine Dame nicht darüber plauderte, würde es auch ihr kleines Geheimnis bleiben. Jedenfalls vorerst. Kurz schreckte der Pyromant aus seinen Gedanken auf, als seine kleine Glasnetzspinne auf seiner Hand herum kroch.

Kurz darauf ließ er seine Gedanken wieder schweifen. Er erinnerte sich noch gut, an das erste Treffen mit dem Spiegelbild. Dem Zwerg blieb fast das Herz stehen, als er den Mann sah, der so ziemlich sämtliche Gegenteile von ihm in sich vereinte. Doch als sich der Zwerg damals wieder fing, rammte er sogleich den Dolch, samt Bildnis in ein Stück des Bücherregals neben ihn. Nachdem der Spuck vorbei Wahr, beachtet der Dunkeleisen das gar nicht weiter. Er tat es als Nebenwirkung des Magiewirkens ab. Erst als diese heuchlerische Gnomin von exakt denselben Dingen berichtet, glaubte der Zwerg an keinen Zufall mehr.
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Garam Siedefaust
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Fr Feb 07 2014, 15:11

… Gemächlich gingen die drei Dunkeleisen aus dem Lager hinaus. Die Sonne war schon untergegangen und damit kühlte sich das Ödland beachtlich ab. Die Dame fing an leise über diese Tatsache zu mosern. Unweit des Lagers entdeckten die drei Zwerge einen kleinen Pfad. von Neugier getrieben gingen sie den steinigen, steilen und sich winden Pfad hinauf. Mit sicheren Schritten gingen die Zwerge vor ran. Hinter einigen Felsen kam langsam ein graues altes Bauwerk zum Vorschein. „Was ist das?“„Sieht aus wie ein Grabmal… Granitfunke, erkunde es mal.“ „Sehr wohl Kanzler.“ Der Zwerg mit dem roten Bart hielt es für überflüssig nochmals zur Vorsicht zu ermahnen. Sie waren immerhin nicht mehr ihn den Sicheren Gebieten Khaz Modans. Sie waren in der lebensfeindlichen Wüste des Ödlandes. Der Zwerg verschwand in dem Gemäuer und die beiden zurückgeblieben warteten geduldig, bis der Lehrling wieder hinaus käme, oder auf einen Schrei. Nach einer gefühlten Ewigkeit, zeigt sich am Eingang eine dunkle Gestalt. Sie trat behutsam hinaus. "Hüterin, K„anzler… es ist leer. Vermutlich waren Grabräuber schon vor langer Zeit hier am Werke. Und es bietet nun auch nicht genügend Platz für unser Anliegen. ...“ Die beiden Pyromanten nickten sachte. Nachdem der Zwerg völlig seine Eindrücke geschildert hatte, gingen sie zurück und setzte die Suche nach einem geeigneteren Ort fort…

… Die Stunden vergingen und die Zwerge fanden nach kurzer suche eine passende Ebene, die für ihre Zwecke zu passen schien. „Ich beobachte euch beide und sage euch, was ihr verbessern solltet.“, sprach die Hüterin des Flammenhortes, während die beiden Männer sich gegenüber aufstellten und argwöhnisch beäugten. Auf den Austausch der üblichen „Höflichkeiten“ wurde verzichtet, und so gleich die Fäuste gehoben. Immer wenn der Eine einen Schritt machte, tat der andere es ihm gleich. Beide belauerten sich einige Momente. Beide hatten sie schon seit Ewigkeiten keinen echten Übungskampf mehr gemacht. Auf einmal schnaubte der beleibte Kanzler ein paar Qualmwölkchen aus, nur um sich dem Lehrling schnell zu nähern. Es sah mehr aus, als würde der Kanzler den armen Garbolosch niederwalzen wollen, als sich zu prügeln. Galant, wenn auch etwas steif wich der Steinmetz aus und stellte dem Angreifer erfolgreich ein Bein. Während des Sturzes wirbelte eine Menge des trocknen Sandes auf. Nun war es an dem Lehrling anzugreifen. Und so tauschten die Zwerge Hieb um hieb miteinander aus. Ohne das einer der beiden eine Gute Figur abgab, geschweige denn, einer überhaupt einen ernsthaften Treffer hätte landen können. Aus der Hüterin, die eigentlich stumm beobachten und am Ende Verbesserungsvorschläge geben wollte, wurde eine begeisterte Zuschauerin, die ihren Gatten mit eifer anfeuerte, bis beinahe die Stimme drohte zu versagen. Als nach einiger Zeit immer noch keiner der Beiden als Sieger hervorging brachen die Zwerge ab und schritten gemächlich zum Lager zurück. Noch immer schien die Frau, ihre Objektivität verloren zu haben und schwärmte von dem Angriffen des Herren in einem maßgeschneidertem Anzug, der gerade von etlichen mengen Staubes penibel gesäubert wurde. ...

_________________
Ein Dunkeleisen Freund, aber ein wahrer Bronzebart im Herzen.
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Haste mal ne Mark?
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Mo Feb 17 2014, 12:35

Staubwind-Ausgrabung
Wieso strebten soviele nach Erkenntnis? Wenn man einmal Wissen gewonnen hatte, fraß es sich in den Schädel und blieb dort sitzen wie ein Parasit. Es nagte an den Nerven und flößte grausige Gedanken wie ein Gift in die Gehirnwindungen. War es nicht besser unwissend zu bleiben? Ahnungslosigkeit schützte scheinbar doch. In den letzten Tagen gingen Luzula viele Dinge durch den Kopf. Schweigend starrte sie ihr blasses Spiegelbild in der Wasserschüssel an und klammerte sich fester an die weiche Haarbürste in den Händen. Die kohleschwarzen Haare fielen der Dunkeleisenzwergin offen über die Schultern und den Rücken. Apathisch saß die Zauberin regungslos auf dem Hocker und blickte den glimmenden Lichtpunkten im Wasser betroffen entgegen. Ihr gespiegeltes Anlitz blinzelte müde und bewegte mit ihr tonlos die Lippen. "Darf mich nicht erinnern..."
Je mehr man sich allerdings bemühte an etwas nicht zu denken, desto eher schlichen sich diese Erinnerungen in das Bewusstsein. Gesichtslose, zwergengroße Schemen tanzten vor ihren inneren Auge. Dumpfe Stimmen erklangen, aber kein klares Wort drang je zu ihrem Ohr. Die Bilder waren wage und flirrten als stünden sie hinter einem Schleier aus heißer Luft. Unwirklich, aber zum greifen nahe. Sie wusste wer hinter den grauen Gestalten steckte, aber Namen und Gesichter blieben im Verborgenen. War dergleichen überhaupt möglich? Wie groß war die Macht des Vergessens wirklich? Die Dunkeleisenzwergin biss sich auf die Unterlippe und wischte mit den Fingerspitzen über die Wasseroberfläche, sodass ihr Spiegelbild in seichten Wellen dahinschwand. Die Vergangenheit glich immer mehr einem löchrigen Sieb, dass nicht nur ihre Erinnerungen daraus verschluckte, sondern nimmersatt nun auch Lücken in die Gegenwart riss. Was wäre, wenn sie eines Tages aufwachte und die Zwergin im Wasser nicht mehr wiedererkannte? Luzula schluckte klamm und schlang die Arme um den Bauch. Ein eiskalter Klumpen zog sich im Magen zusammen und sorgte für einen Anflug von Schwindel und Übelkeit...
Erst ein brummendes Geräusch ließ die Zauberin aus den Zweifeln aufschrecken und zur Seite blicken. Das kleine Zelt war vollgestopft mit den Schlafstätten, Fellen, Gepäck und Sattelgeschirr für die Reittiere, sowie dem Flechtkorb, worin ihr Sohn lag und gerade unerlässlich strampelte. Ihm gegenüber hockte der schwarze Spinnling. Acht Augen waren auf die graue Zwergin gerichtet, aber mochten die Ahnen alleine wissen, was Morgud noch alles gleichzeitig im Blick hatte. Ein leichtes Kribbeln im Brustkorb löste einen Teil der aufgekommenen Anspannung. Luzula fühlte die Sorge des Familiars und spürte genauso, wie Angst die Kreatur in Unsicherheit versetzte.
Verwirrt kräuselte sie die Stirn und beugte sich zum Geschöpf vor. "Was ist los, mh?" flüsterte die Dunkle leise und schenkte ihrer Vertrauten ein sanftes Lächeln. Einige schwarze Haarsträhnen fielen ihr in das Gesicht. Wasser perlte herab und tropfte auf die Spinne, welche zaghaft näher kam und sich von ihr streicheln ließ. Luzula hingegen erstarrte jäh und blinzelte ungläubig ihr klitschnasses Haar an. Erst jetzt wurde sie sich bewusst, dass ihre Schultern ebenso vom Wasser benetzt waren und die Schüssel leer am Boden lag. Wie achtlos beiseite geworfen.
"Wann... wann habe ich mir die Haare gewaschen?" wisperte die junge Frau atemlos und strich die Finger über die Kopfhaut. Morguds klackernde Antwort gefiel ihr gar nicht...
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Fr März 07 2014, 12:37

Daheim - Düsteres Viertel
Du lügst doch, oder?
Wenn es darum ging die eigenen Absichten zu verschleiern, schien Luzula gar nicht mal so schlecht darin zu sein. Ihre eigene Cousine war sich nicht sicher, ob die Dunkeleisenzwergin log oder Wahrheit kund tat. Wer wusste es schon so genau, was der Zauberin durch den Kopf ging? Ihr Ehemann meinte es zu wissen. Zwischen Wahrheit und Lüge verschwammen exakt dann die Grenzen, wenn niemand nachprüfen konnte, welche Situation dem zu Grunde lag. Eine Lüge war solange Wahrheit, bis irgendwer das Gegenteil beweisen konnte. Die einzige Person, die dazu noch in der Lage gewesen wäre, starrte seit Minuten ausdruckslos in den Spiegel. Luzula stierte ihr Spiegelbild bohrend an und fühlte mit den dürren Fingerkuppen über das kalte Glas.
Strebst du nach Macht in Eisenschmiede?
Beinahe wäre sie in lautes Gelächter ausgebrochen, als Ragana weiter nachbohrte - von Neugier getrieben. Welch' lineares Denken... entsetzlich vorhersehbar. Aber falsch? Die Dunkeleisenzwergin lächelte schwach und rückte näher an ihr Spiegelbild heran, das sie forschernder musterte. An der roten Robe klimperten in Leder eingewickelte Bernsteine bei jedem Schritt gegeneinander. Die matten Rüstungsplatten aus Dunkeleisen an Hüfte und Rumpf verschlangen das dämmrige Licht im Zimmer regelrecht und knirschten leise bei der Bewegung. Zwei rote Farbstriche durchzogen ihr hageres Gesicht wie wunde Peitschenstriemen.
Es war bald soweit...
In wenigen Stunden begann die Zeremonie. Luzula atmete tief durch und straffte ihre Haltung. Sie kannte ihre Rolle und Rede in- und auswendig. Nur war es gut genug? Hatte sie zuviele Erwartungen geschürt? Die Zauberin schluckte klammer und wand sich vom Spiegel ab. Ruhe bewahren und abwarten. Diese beiden Fragen würden schnell genug am Abend beantwortet werden.
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Fr März 07 2014, 12:48

Zeremonie zur Ernennung des dritten Ordenshüters: Lied

Im tiefen Berg geboren,
ein Herz glühend aus Feuer.
Durch Dunkelheit verborgen,
im Griff eines Ungeheuer'.

Flammen lodert höher! Wärmt unsere Seelen!
Wir lassen uns nicht länger vom Tyrannen quäl'n.

Ein Bund wurde geschlossen,
uns're Gesichter verhüllt.
Es ist viel Blut geflossen,
die Bestimmung sei erfüllt.

Ahnen steht uns bei! Euer Wissen ist seine Macht!
Wir holen es uns zurück, noch in dieser Nacht!

Namen gehen verloren.
Freiheit in den Gedanken.
Fühl'n uns wie neugeboren.
Wir werden niemals wanken!

Flammen lodert höher! Wärmt unsere Seelen!
Wir lassen uns nicht länger vom Tyrannen quäl'n.
Ahnen steht uns bei! Euer Wissen ist seine Macht!
Wir holen es uns zurück, noch in dieser Nacht!

Im tiefen Berg geboren.
Ein Bund wurde geschlossen,
durch Dunkelheit verborgen.
Es war viel Blut geflossen.

Ein Herz glühend aus Feuer,
Das Wissen ist nicht länger beim Ungeheuer...

Flammen lodert höher! Wärmt unsere Seelen!
Wir sind bereit die Seinen zu quälen.
Ahnen steht uns bei! Euer Wissen ist uns're Macht!
Wir haben es zurück und bewahren es Nacht für Nacht!
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Do März 20 2014, 13:32

Alptraum (Teil 1)
Der Raum war beinahe erschreckend klein. Beengend. Ihr Kinn war gegen das Brustbein gesunken und der glimmende Blick auf den steinernen Boden gerichtet. Dunkelheit hätte die grauen Zwerge im Gewölbe verschlungen, wären nicht schwelende Fackeln an den verrußten Wänden. Das schwarze Vulkangestein verschluckte dennoch gierig den Großanteil des Lichtes, sodass es dämmrig blieb. Das Knistern und Knacken des Feuers rauschte zusammen mit dem Blut in ihren Ohren. Der Herzschlag wummerte in der Knienden derart heftig, dass ihre Halsschlagadern sehbar pochend hervortraten. Unkontrollierbar wollte ihr Leib nicht mehr aufhören zu zittern. Die Angst biss ihr schmerzhaft in den Nacken und rüttelte sie daran förmlich durch. Die glutroten Augen wagten es nur flüchtig zu ihren Seiten zu spähen. Zwei Gerüstete flankierten die Zwergin und hielten ihre Hellebarden fest im Griff. In der finsteren Dunkeleisenrüstung wirkten die beiden Männer mehr wie Statuen. Die Wächter standen etwa einen Schritt dicht hinter ihr und bohrten die brennenden Blicke in ihren Rücken oder nach vorne...
Pergament raschelte und ein tiefes Brummen erklang.
„Dein Verbrechen ist von großer Schwere: Verrat an unserer Nation. Gleichbedeutend mit Verrat an unserer Lordschaft Ragnaros und unseren Imperator Thaurissan – Ehre beiden!“ Eine schneidende Stimme ließ das Mädchen erschrocken zusammenzucken. Hohn triefte bei jeder ausgesprochenen Silbe mit. Die Wächter schlug sich kraftvoll einen Plattenhandschuhe gegen die Brust und nahmen sofort wieder Haltung ein, als der Zwerg weitersprach und sich weit über das Pult vorbeugte, um auf sie herabzublicken. Die Angeklagte brauchte nicht aufzusehen, um das zu wissen. Sein Bartschmuck klirrte bei jeder kleinsten Bewegung. „Deine Tat hätte unsere Sippe vollständig in Verruf bringen können. Aber das lasse ich nicht zu, Luzula.“
Die Dunkeleisenzwergin schluckte klamm und hob den Blick nun doch langsam an. Sie wollte entschlossen wirken... mutig! Unnachgiebig. Doch am süffisanten Lächeln des Senators war zu erkennen, dass der jungen Zauberin eher die Tränen in den Augen stehen mussten, anstatt unbändiger Zorn. Kein Wort kam ihr über die aufgerissenen Lippen, sondern blieb ihr bereits in der zugeschnürten Kehle sitzen. „Eigentlich müsstest du mir danken, dass ich das zu verhindern wusste. Sie überließen mir die Wahl einer Bestrafung und sie muss angemessen sein. Damit die hohen Herrschaften wissen, dass sich die Sippe von dir distanziert. Der Ring des Gesetzes wäre eine viel zu schnelle Lösung. Du könntest noch mehr im Schilde führen, nicht wahr? Spionierst in den eigenen Reihen, um Informationen an den Feind zu verfüttern.“
„Das ist nicht wahr!“ platzte es unvermittelt aus ihr heraus. Luzula wollte sich aufbäumen, aber die Kette riss die Zwergin zurück auf den Boden. Keuchend und röchelnd klammerte sie sich an das eiserne Halsband und rang nach Luft, während der Mann gehässig auflachte und die Finger ineinander verschränkte. Er wusste genau, dass sie die Wahrheit sprach, aber wen kümmerte es schon?
„Das würde jeder an deiner Stelle behaupten. Aber dem Tod kannst du nicht mehr entkommen. Ich gebe dir jetzt allerdings eine Chance, dass dein gnädiges Ableben schneller eintritt, wenn du nun ein vollständiges Geständnis ablegst. Das beinhaltet auch für wen du arbeitest. Ansonsten werden sich die Foltermeister mit dir unterhalten. Ich bin also ganz Ohr...“ Sie nannten ihn nicht grundlos den Dunklen oder den Finstren. Senator Xolsch war für seine Grausamkeiten berüchtigt und gefürchtet. Ganz gleich, was Luzula sagen und tun würde, er hatte recht. Der Tod war ihr unausweichliches Ende...
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Sa März 22 2014, 14:25

Alptraum (Teil 2)
Die glutroten Augen starrten zum Senator auf. Tränen stauten sich an und brachen das Licht der leuchtenden Pupille in schimmernde Glanzpunkte. Mochte es tatsächlich eine Chance sein, die ihr Xolsch gewährte? Die Wahl lag augenscheinlich bei Luzula. Entweder sie sprach das aus, was der Zwerg hören wollte und starb hoffentlich eines schnellen Todes, oder sie blieb standhaft und entschied sich für Qual von ungewissen Ausmaßes, bis die Ahnen sie auch zu sich holen würden. Der Ausgang blieb in beiden Szenarien gleich. Ihr Leben war verwirkt und spielte es daher noch eine Rolle, wie und wann das Ende einträfe? Hoffnung auf ein Entkommen war närrisch und aussichtslos. Die Dunkeleisenzwergin atmete schwerer und sank kleiner in sich zusammen. Niedergeschlagen kauerte sie auf dem Boden und sah auf die eisernen Ketten herab. Viele Fragen huschten durch ihren Schädel. Ob es überhaupt eine richtige Antwort gab? Eine richtige Entscheidung? Das Urteil stand längst fest und ganz gleichgültig, was sie vorbrachte, würde daran nichts mehr ändern können. War es also mutiger sich dem Tod schneller zu stellen und dem Leid ein Ende zu setzen? Luzula biss sich fest auf die spröde Unterlippe und kniff die Augen schluchzend zusammen. Die Tränen hinterließen Rinnen im schmutzigen Gesicht und tropfen vom spitzen Kinn auf ihre zitternden Hände. Sie wollte nicht sterben! Ihr Leben hatte erst begonnen! Ohnmächtiger Zorn brachte die Galle zum Kochen und brannte bitter im Rachen. Ihre Finger ballten sich zu Fäusten, bis die Knöchel hellgrau hervortraten.
"Ich habe nie spioniert! Ich habe kein Wissen an die Feinde weitergegeben!" heulte Luzula plötzlich wütend und riss unter einem verzweifelten Aufschrei an der Kette. Das schwere Eisen rasselte und knirschte beträchtlich, aber die Verankerung im Boden ließ sich von diesem lächerlichen Treiben nicht beeindrucken. Ebensowenig die beiden Wächter. Dicht hinter sich glaubte Luzula sogar ein spöttisches Schnauben zu vernehmen. Ihrer Wut tat es keinen Abbruch. "Das habe ich nie getan!"
"Du hast einen Gefangenen entkommen lassen." erwiderte der Senator ausgesprochen ruhig und schmälerte die orange lodernden Augen zu gefährlich dünnen Schlitzen. Seine Finger kämmten gemächlich durch den langen pechschwarzen Bart, der bis über das Pult hing. "Sogar zur Flucht verholfen! Willst du das auch leugnen, Mädchen? Du tust dir damit keinen Gefallen, wenn du weiter leugnest."
"Ich tue Euch damit keinen Gefallen!" zischte Luzula wie eine giftige Natter erbost und funkelte zu Xolsch auf. "Wem wollt ihr noch Spionage anhängen, würde ich den Schwachsinn gestehen, he? Meinem Vater? Steht er Euch im Weg, Onkel?" Die junge Erwachsene zerrte unnachgiebig und mit aller Kraft an der Kette, bis ein schmerzhafter Stoß in den Rücken die Zwergin gewaltsam niederdrückte. Ihr schriller Schrei erstickte in haltloses Wimmern. Gekrümmt blieb die Angeklagte am Boden liegen und presste das Gesicht gegen das Vulkangestein, während die Wache ihre Hellebarde wieder ruhig in den Händen hielt. Der Senator hingegen fletschte erzürnt die Zähne und schlug die Hände gegen sein Pult.
"Verräterin, du wirst gestehen. Führt das Weib ab! Ich will erst wieder von ihr hören, wenn die Foltermeister im Gefängnis das richtige Sprechen beigebracht haben."
Luzula rührte sich nicht, als ihr Hand- und Beinketten angelegt wurden und sich der Kragen vom Hals endlich löste. Wie eine leblose Puppe wurde sie von der Wache grob unter die Achseln gepackt und rückwärts aus dem Zimmer gezerrt. Ihre Füße schliffen über den Boden.
Manchmal... gab es kein richtig oder falsch.
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Mi Apr 23 2014, 14:10

Lesehappen für Zwischendurch
Morgud räkelte sich genüsslich und machte sich auf ihrem Schreibpult lang wie eine Katze. Endlich war wieder Ruhe eingekehrt. Die Kanzlerin des Ordens war in sicheren Gefilden und von Wagemutigen Heim gebracht worden. Der Hüter hatte sich bestens unter Kontrolle und die Entführer würden in naher Zukunft in die Mangel genommen. Hämmerung. Eintauchen ins flüssige Eisen. Köpfen. Die Dunkeleisenzwergin schauderte wohlig und gackerte hämisch, als sie sich auf den Rücken wälzte und den Blick zur Decke richtete. Unter ihr knitterten Pergamentrollen und Bücher wurden von den Armen achtlos über die Tischkanten geschoben. Die Erinnerung der Geräusche von berstender Knochen und Quetschen blutigen Muskelfleisches wühlte in Morgud Vorfreude auf. Ob die Familie Siedefaust sie zur Hinrichtung einladen würde? Kurz flackerten die leuchtenden Pupillen greller auf. Oder gar zur Verhörung der Angeklagten?
Die Zwergin trommelte mit den Fingern unruhig auf dem harten Holz und die Beine schoben sich über den Rand des Tisches, bis sie in den Kniekehlen einknickten und die Füße bequem herabbaumelten.
Oder ob sie sich wenigstens um die Göre Eisenschädel kümmern durfte? Luzula sträubte sich dagegen, was das Anliegen der jungen Alchemistin betraf. Das war schon aus dem Klang ihrer Stimme zu hören. Besorgt. Mitfühlend. Schwach... Doch wozu die Kanzlerin nicht Willens war, könnte doch sie endlich von Nutzen für den Orden sein, anstatt in ihrer Kammer zu versauern...
Grüblerisch setzte sich Morgud aufrecht. Ein Angebot an Luzula und Garam würde sicherlich nicht schaden. Ein süffisantes Schmunzeln verzog die Mundwinkel. Langsam rutschte die graue Zwergin zurück auf ihre Füße und schlenderte gemächlich um den Tisch herum, wobei ein Arm noch die übrigen Dokumente mit Schwung auf den Boden schickte. Zeit für Veränderungen!
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Di Mai 06 2014, 13:11

Alptraum (Teil 3)
Es bräuchte nur wenige Worte, um das Leid zu beenden.
„Sag es...“
Ein Geständnis wäre rasch abgelegt und der Tod würde auch schneller eintreten. Erlösung. Ruhe. Das ersehnte Ende der Qual. Noch nie war der Tod so verlockend gewesen. Oh, sie hatte gekämpft und sich gesträubt wie ein wildes Tier. Auf der Streckbank hatte Luzula gebrüllt, die Peiniger verflucht und die Zähne gefletscht. In ohnmächtiger Wut hatte die junge Erwachsene um sich geschlagen und versucht sich aus den schraubstockfesten Griffen zu winden. Anfangs hatte es zwei gestandene Männer gebraucht, um die tobende Dunkeleisenzwergin aus der Zelle in die Folterkammern zu schleppen. Unbändiger Zorn hatte ihr Kraft verliehen.
„Hörst du mich?“
Flüchtig zuckte ein Mundwinkel nach oben. Die schwach glimmenden Pupillen blieben dennoch leer ins Nichts gerichtet. Ihr Lebensfunke flackerte am Rande seiner Existenz. Zu stark, um von alleine zu erlöschen. Zu schwach, um weiter Widerstand zu leisten. Die Erkenntnis, dass der Kampf nichts nützte, war über eine lange Zeit herangewachsen und hatte Wurzeln geschlagen. Getrocknetes Blut verkrustete ihre Beine bis zu den Oberschenkeln. Ihre Haut spannte sich grausam. Schmerz wurde neu definiert... In der Ausbildung hatte Luzula noch geglaubt, dass eine leichte Verbrennung schmerzhaft wäre. Was für ein lächerlicher Gedanke, wenn sie ihn mit der Pein verglich, die sie kennenlernen durfte. Ihre Muskeln jaulten bei jeder kleinen Bewegung und selbst das Atmen fiel ihr schwer. Jeder Luftzug rasselte geräuschvoll über die spröden Lippen. Sie spürte, wie sich eine breite Hand an ihr Kinn legte und Fingernägel in den Kiefer bohrten, bevor ihr Haupt herumgedreht wurde, um in ein vertrautes Gesicht zu sehen.
„Das ist deine letzte Chance. Sag es endlich!“, forderte Xolsch leise zischend ein und starrte in das verdreckte Antlitz der fahlen Zwergin. Die kohleschwarzen Haare klebten ihr stumpf und fettig am Schädel. Der Geruch von erkalteten Schweiß, Erbrochenem und Blut hingen dem Senator in der Nase. „Glaubst du, dass es hier nicht schlimmer werden kann? Das wird es, wenn du nicht Einsicht zeigst und Vernunft beweist.“ Sie hatte längst das Gefühl für Zeit verloren. In den Folterkammern und den Zellen gab es keinen Tag oder Nacht. Jedes Mal, wenn sie geschunden und am Rande des Bewusstseins zurück in den Dreck geworfen wurde, fielen ihr sofort die Augen vor Erschöpfung zu. Doch es gab keinen erholsamen Schlaf - nur den schrecklichen Moment des Erwachens, wenn gefühlt nach wenigen Sekunden jemand an den Ketten zerrte und sie an den Füßen wieder herausschleifte. Stunden schmolzen zu Herzschlägen dahin. Minuten dehnten sich qualvoll aus. Die Zauberin wusste beim besten Willen nicht wie lange sie schon im Gefängnis verweilte. Sicherlich ein Jahr. Vielleicht aber auch schon zehn. Spielte es überhaupt eine Rolle? Hier und jetzt hatte sie die Möglichkeit dem Teufelskreis zu entkommen.
Xolsch zog die buschigen Augenbrauen zusammen, als er ein heiseres Krächzen von der abgemagerten Zwergin hörte und lehnte sich vor – darauf bedacht, dass der lange, kunstvoll geflochtene Bart nicht in den Unrat hing.
„Ihr habt Recht, Onkel...“ Ihr Hals war ausgetrocknet und die Stimme zitterte schwach. Die eigene Stimme klang fremd in ihren Ohren. Verzerrt vom ewigen Schreien und Weinen hörte sie sich abgewetzt, rau und hohl an. Ein äußerst süffisantes Lächeln des Senators ließ allerdings sofort Galle in der Kehle hochkochen. „Es ist meine letzte Chance... Euch ein weiteres Mal die Stirn zu bieten. Wenn ich sterbe, dann mit dem guten Gewissen, dass Ihr nicht bekommen habt, was Ihr wolltet.“ Fassungslos weiteten sich die glühenden Augen des Mannes. „Sagt, fürchtet Ihr Euch vor dem Tod, Onkel? Ich nicht...“ Zum ersten Mal zierte Luzulas Lippen seit Langem ein schwaches Lächeln. Siegesgewiss und triumphierend, obwohl sie ihr Leben längst aufgegeben hatte.
„Verdammtes Weib! Ich werde dir den gnädigen Tod nicht schnell gewähren. Warte es nur ab, du wirst schon sehr bald nach meinem Urteil betteln, dass es vorbei sein soll.“, fauchte Xolsch erbost, stieß sie grob zurück und richtete sich kerzengerade auf. „Aber du wirst hier versauern, bis dein Leben dahinsiecht und dein Leib durch Schimmel und Kleinvieh zum Dreck wird, auf dem du sitzt! Niemand wird dein Flehen nach dem Tod erhören, sondern dich mit mehr Schmerz überschütten. Das ist etwas, womit mein Gewissen vollkommen beruhigt ist.“
Der Senator schritt gemächlich zur Gittertür und wartete, bis eine Wache ihm den Eingang aufhielt. „Lebe wohl...“, säuselte er auf den letzten Schritten spöttisch.
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Mo Mai 12 2014, 01:29

Alptraum (Teil 4)
Alles ist im Wandel und nichts ist von Dauer.
Die Zeit verschlingt Zwerge, Menschen, Gnome... selbst die Elfen können sich ihr nicht mehr entziehen. Reiche zerfallen und neue erheben sich aus der noch heißen Asche. Alte Schwerter verrotten in den Waffenkammern oder werden eingeschmolzen und zu besseren Klingen geschmiedet. Am zerbrechlichsten und stärksten ist der Verstand. Er kann über die Zeit gedeihen oder verfaulen – abhängig von dem, womit er sich auseinandersetzen muss. Ob es unerschütterliche Konstanten im kontinuierlichen Wandel gab? Womöglich. Selten wie ein Diamant im dreckigen Erdreich, aber sie mussten existieren. Andernfalls würde Chaos ausbrechen und die Säulen brechen, die diese Welt trugen. Nun stellte sich die Frage, was oder wer diese Konstanten waren. Ein Paladin hätte geantwortet, dass es das Licht wäre. Beharrlichkeit, Mitgefühl und Respekt waren nur dummerweise alles andere als von Dauer. Ansonsten müsste doch niemand dafür einstehen, um diese Tugenden mit aller Kraft zu erhalten... oder sollte sie sich da irren? Alles, was Luzula über das Licht wusste war, dass es niemals in den Schwarzfels scheinen würde. Das Licht war schwach und die Willenskraft eines Wesens hatte ein absehbares Ende. Wie ein Feuer nährte sich die Hoffnung gierig von Ideen, die dem Kopf entsprangen. Erinnerungen, Sehnsüchte und Wünsche loderten hell in den Flammen des Verstandes auf, bis alle erschöpft waren und nichts übrig blieb, außer kalte Ernüchterung. Wer vor den verkohlten Resten seiner Träume steht und sieht, wie sie zwischen seinen Fingern morsch zerbröseln, kann sich auch nicht mehr daran wärmen.
Es wird eisig im Herzen...
Hoffnung schliff gnadenlos Haut und Muskel vom Knochen, bis das blanke Gerippe der Welt offen präsentiert wurde und kein dicker Pelz den Schmerz mehr dämmte. Wenn es nämlich eine Konstante im Dasein gab, dann war es das Leid. Egal wohin man flüchtete, es folgte... Gleichgültig wie viel Zeit verstrich, es ließ nie locker, sondern lauerte im Schatten, bis ein geeigneter Moment erreicht war, um das Opfer zu überrumpeln. Leid war ein Begleiter, den man einfach nicht abschütteln konnte.
Die Dunkeleisenzwergin hatte sich bemüht von einer Welt ohne Qual zu träumen. Schmerz gehörte dort der Vergangenheit an und anstatt seiner lud wohlige Wärme zu verweilen ein. War es närrisch gewesen sich eine Familie zu wünschen, die einem nicht den Dolch in den Rücken bohrte? Definitiv. Dennoch hatte es die winzige Hoffnung gegeben, dass die Zellentür aufschwingen würde und alles vorbei wäre. Luzula wäre nach Hause gegangen, hätte ihr Leben fortgesetzt und versucht es so annehmbar zu machen, wie es in Schattenschmiede nur möglich war. Sie hatte nie viel gewollt und selbst die wenigen Wünsche wurden ihr nun verwehrt. Als jüngstes Kind mit zwei Brüdern war klar, dass sie in eine Zweckehe gebracht worden wäre. Vor wenigen Jahren hatte Luzula diesen Gedanken noch verabscheut, aber nun wo sie im eigenen Unrat saß... wirkten die Erinnerung erstrebenswert. Sie hätte ein kleines Zuhause haben können... womöglich Kinder gehabt und sich mit allem wunderbar arrangiert. Vielleicht wäre auch alles ganz anders gekommen und ein feiner Herr hätte aufrichtiges Interesse an ihr gezeigt.
Die Gefangene schmunzelte schwach und legte den schweren Kopf zurück in den Nacken, bevor stumm Tränen über das schmutzige Gesicht liefen.
Irgendwann... da wurde Hoffnung selbst zum Leid.
Nämlich dann, wenn man begriff, dass es eben nur eine Illusion war und die Vernunft über die kindlichen Ideale siegte. Die Vorstellungen im Traum wurden zur gnadenlosen Folter, weil die Zwergin genau wusste, dass sie unerreichbar blieben. Ihr Platz war nicht an einem gemütlichen Kamin mit einem guten Buch in den Händen und sollte es auch nie sein. Sobald man sein Schicksal akzeptierte, wurde einiges erträglicher und merkwürdigerweise auch ersichtlich. Die Bewohner der Welt waren immer unterteilt gewesen: Herrscher und Diener. Könige und Bauern. Sie hatte sich zu einem Richter gekrönt und die weltliche Fügung hatte sie für dieses Vergehen bestraft. Luzula seufzte tonlos und sah auf ihre ausgemergelten Hände herab. Halbgeronnenes Blut klebte zäh an den Fingern und schmatzte leise, als sie die Hände langsam zu Fäusten ballte und wieder vorsichtig spreizte.
„He! Nicht träumen, lauf!“ Ein schroffer Stoß gegen die Schulter schreckte die Dunkle aus ihren Gedanken auf. Sofort richteten sich die glutroten Augen auf den Boden, wo die nackten Füße schwerfällig weiterschlurften. Seit die junge Frau glaubte verstanden zu haben, wo ihr Platz war, lief ihr Leben auch erschreckend angenehmer ab. Luzula gehorchte und erhielt als Lohn weniger Qual. Die Gleichung ging ohne Schwierigkeiten auf. Sie schleppte sich freiwillig aus der Zelle zur Folterkammer, sobald die Tür quietschend aufschwang und ging ohne Sträuben auch wieder zurück. So, wie jetzt. Es gab keinen vernünftigen Grund mehr für Widerstand. Über die Jahre war ihr endlich die „Einsicht“ gekommen, dass ein Diener nie ein Herrscher sein durfte und konnte. Dies war ihr Platz und Schicksal. Nichts ließ sich daran rütteln und als sie es versucht hatte, war es rückblickend umso klarer, weshalb es nicht gelang. Sobald man jedoch sein Schicksal nicht nur verstand, sondern auch akzeptierte, änderte sich alles zum Guten. Luzula hatte festgestellt, dass die Gefängniswärter immer seltener kamen und die Folter entsprechend ebenso über die letzten Monate erheblich abnahm. Ob die Ahnen ihr auf diese Weise mitteilen wollten, dass ihre Anpassung richtig gewesen war? Diese Entwicklung deutete zumindest darauf hin. Luzula mochte zwar keine stumpfe Klinge sein, aber durch glühendes Eisen ist sie auf ähnliche weise neu geformt worden...
Scheinbar zum Besseren.
Bedächtig drehte sich die hagere Zwergin herum und beobachtete stillschweigend, wie die wuchtige Tür knarzend zu schwang. Dunkelheit riss den winzigen, stickigen Raum an sich. Nur durch einen kleinen Sehspalt fiel schwaches Fackellicht in die Zelle, bis dort der Riegel mit einem Knall zugezogen wurde. Ruhig sackte die Schwarzhaarige auf den Grund und blickte abwartend zur Pforte. Ein letztes Detail fehlte, was den Ablauf sonst vervollständigte und ihm eine gewisse Endgültigkeit verlieh: das abschließende, schwere Klacken des Türschlosses. Herzschläge verstrichen, ohne dass das unheimlich vertraute Geräusch erklang. Stattdessen hörte sie tiefe Männerstimmen sprechen, sowie das Klimpern eines Schlüsselbundes und das Schnüffeln eines Hundes am unteren schmalen Türspalt. Es war nicht ungewöhnlich, dass die Wärter sich beim Schichtwechsel unterhielten. Aber das Zuschnappen des Schlosses... fehlte immer noch, was die Dunkeleisenzwergin allmählich ungeduldiger zur Kenntnis nahm und verbissener die Pforte anstarrte.
Dann wurde es schleichend leiser, bis allein ihr rasselnder Atem die Geräuschkulisse bildete. Hatte sie das Abschließen vielleicht nur überhört..?
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Di Jun 17 2014, 11:11

Alptraum (Teil 5)
Luzula wagte es nicht zu atmen...
Ihre nackten Füße schoben sich zögernd näher zur Gefängnistür. Wieso hatte sie nicht das Klacken gehört? Womöglich nur in all' ihrer Erschöpfung überhört? Die dürre Dunkeleisenzwergen schnappte kurz nach Luft und verharrte ruckartig in der Bewegung als sie glaubte Schritte zu vernehmen. Sekunden der Anspannung krochen an ihr quälend langsam vorbei, bis es wieder still wurde. Vorsichtig streckten sich ihre spinnigen Finger zur Tür aus, während ihr unzählige Gedanken durch den Schädel schossen und schon binnen weniger Herzschläge Kopfschmerzen verursachten. Nie im Leben war es möglich, dass diese Tür versehentlich offen gelassen wurde. Sie konnte nicht einmal ungeschlossen sein! Behutsam legten sich die Fingerkuppen gegen das warme, dunkle Metall.
Es war vollkommen unmöglich...
Unter leisem Knarzen ließ sich die Pforte nach außen aufdrücken.
Luzula zuckte erschrocken zusammen und wich wie von einer Tarantel gestochen zurück, bis ihr Rücken gegen die harte Felswand stieß. Ein dünner Lichtspalt flutete die Kerkerzelle und schnitt durch die Finsternis wie eine Klinge durch Fleisch. An seinem Ende stand die kurzatmige Zwergin, welche sich fester gegen den schwarzen Stein presste und deren Unterlippe haltlos zitterte. Ihr war mit einem Schlag der Kopf leer gefegt worden. Brutale Stille schien die Zeit für den Moment anzuhalten. Ihr Denken über Schicksal und Zufall wurde über den Haufen geworfen, bis sich ein klammer Gedanke hervorhob und der Dunklen eine Richtung gab. Als sich Luzulas Füße wie mechanisch über den verschmutzten Boden schoben, begann ein wummernder Rhythmus ihr Sein zu erfüllen, wie die Paukenschläge eines Henkerliedes. Ihr Herz trommelte unvermittelt heftig in der Brust als wolle es durch die Rippen brechen und pumpte Blut rauschend durch die Ohren. Sie hatte sogar das Gefühl, dass ihr Herzschlag ihren ganzen abgemagerten Körper erschütterte und bei jedem Zusammenziehen des Muskels ihr Leib mitzitterte.

„D-die Tür...“
Akron Blutfaust sah von seinem Buch auf und starrte zum schmalen Flur, der zu einem Wächterquartier führte. Neben ihm fröhnten zwei Dunkeleisenzwerge dem Würfelglücksspiel und mussten auch zweimal blinzeln, um die schmächtige Gestalt in der Dunkelheit überhaupt wahrzunehmen. Nicht mehr als ein kleiner Schatten schob sich eine Gefangene zögerlich näher heran. Der Kopf war demütig gesenkt und die ausgemergelten Finger rupften nervös die Nagelhaut ab. Blut verschmierte die Hände längst. Er wusste genau wen er da vor sich hatte und wollte seinen Augen trotzdem nicht glauben. Schweigend beobachtete er Luzula und klappte das Buch geräuschvoll zu. Das Licht ihrer Pupillen flackerte massiv, als würden ihr die Tränen aufsteigen. „D-d-die Tür... offen.“ Ihr Genuschelt war kaum zu hören, aber ihr ganzes Gebaren erzählte davon, dass sie sich entsetzlich fürchtete. Einerseits musste Akron zugeben, dass er äußerst zufrieden sein durfte – mit sich. Ein selbstgefälliges Grinsen hob den aschblonden Schnauzbart an. Der Wille seines Schützlings war zweifellos gebrochen. Andererseits kochte Zorn in seinem Magen auf und mit einem Ruck drehte er den Kopf den beiden Wächtern zu.
„Bei Thaurissans Barte, seid ihr denn zu gar nichts zu gebrauchen?!“, schnauzte Blutfaust erbost und stand energisch auf. Die Dunkeleisenzwergin zuckte panisch zusammen und kauerte sich bereits winselnd im Eingang klein zusammen. Den Kopf verbarg sie schützend unter den Armen, während Akron den Ersten grob vom Platz stieß und ihm keifend den Weg zu Luzula wies.
„Habt Ihr sie noch alle?! Wie kann man nur so dämlich sein und vergessen abzuschließen? Bringt das verdammt nochmal in Ordnung! Eigentlich sollte ich euch gleich mit einsperren, verflucht!“
Der Foltermeister stapfte Wut schnaubend an das Häufchen Elend heran, packte sie fest am Oberarm und zerrte sie auf die Füße. „Hat dich noch jemand gesehen?“ Die junge Frau schüttelte heftig den Kopf und bemühte sich in seinem gnadenlosen Griff sich möglichst klein zu machen.
„Ihr habt mehr Glück als Verstand, ihr Trottel. Seht zu, dass sie wieder zurückkommt und es ist nie was passiert, klar? Ich will nicht wegen euch Narren den Ärger ernten.“
Akron warf den beiden Wächtern die Zwergin regelrecht entgegen und schritt brummig zurück auf seinen Stuhl. Das Holz ächzte unter seinem Gewicht, bis er zur Ruhe kam und wieder das Buch zur Hand nahm. Nach einigen Blättern vertiefte sich auch der schiefe Zinken in die Pergamentseiten. Es blieb eine Weile ruhig, bis aus der Ferne ein schriller Klageschrei die Stille zerfetzte und ihm ein hämisches Grinsen bescherte.
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Mo Jul 07 2014, 14:01

Alptraum (Teil 6)
Sie hatte die einmalige Chance mit Füßen getreten und ihr eigenes Grab geschaufelt. Frustration und unterdrückter Zorn von einem Jahrzehnt bahnten sich an die Oberfläche und wurden in die Zelle gebrüllt. Luzula hatte wutschäumend die Hände gegen den Kopf geschlagen vor fast ohnmächtigen Unglauben über die eigene Dummheit, bis ihr Schädel heftig schmerzte und die Dunkeleisenzwergin wimmernd auf den Boden sackte und verzweifelt gegen den schmutzigen Steingrund schluchzte.
„Das war... erbärmlich.“
Wie vom Blitz getroffen stockte ihr der Atem. Angespannt harrte Luzula kauernd aus und lauschte angestrengt, als die rauchige Stimme ein zweites Mal erklang. Leise, wie das schwache Säuseln warmer Winde, die einen Schacht hinaufkrochen. „Jeder hätte die Flucht ergriffen. Nur du nicht.“ Die abgemagerte Zwergin verdrehte die Augen und hob den Kopf an, um in die andere Ecke der dunklen Kammer zu starren. In der Finsternis glimmten nur zwei Punkte wie glühende Kohle ihr entgegen. Es war schon oft vorgekommen, dass nicht genug Platz vorhanden war, sodass Gefangene zusammengelegt wurden. Genau genommen war es unüblich, dass Luzula meist alleine in diesem Loch vegetierte. Sie konnte nur über den Grund mutmaßen und vermutete, dass es an der Enge der Zelle lag. Der Raum wirkte mehr wie ein natürlicher Riss im Vulkangestein, der grob behauen wurde, um sein Fassungsvermögen etwas zu erweitern. Dennoch war der Boden uneben, schräg und die Kammer verengte sich zum Ende hin – und genau dort lauerte das andere Augenpaar.
„Warum nicht? Beantworte mir die Frage.“
Sie wich reflexartig zurück bis ihr Rücken gegen die Tür drückte. Manchmal war es aber schon vorgekommen, dass jemand anderes zu ihr gebracht wurde. Meistens nur ein- und dieselbe Person.
„I-ich... diene m-meinem Herren.“, würgte Luzula gepresst heraus und biss ich auf die Unterlippe. Konnten Worte überhaupt einen bitteren Nachgeschmack haben? Ähnlich wie sie auch Peitschenhieben gleich zu schmerzen vermochten? Leises Gelächter gluckerte von der anderen Raumseite an ihre Ohren. „Ah, soweit sind wir schon? Wesentlich erbärmlicher als ich zunächst dachte. Allerdings auch wesentlich unterhaltsamer – für mich. Schonmal je daran gedacht dein eigener Herr zu sein?“
Der liebliche Klang ihrer Stimme war schlimmer als eine scharfe Klinge im Fleisch. Sie hatte etwas vorwurfsvolles, besserwisserisches. Die Dunkeleisenzwergin drückte die knochigen Schultern zurück und schnaubte unwohl aus. Die Frau in der Finsternis war niemand mit dem man sich anlegen wollte. Wussten allein die Wärter, warum sie noch nicht in den Ring geworfen oder möglichst schnell enthauptet wurde.
„Ach, du magst nicht reden? Bedauerlich. Eben hörte es sich dein Schrei nach sehr viel Unbehagen an.“
„Lass mich in Ruhe! So ist unsere Bestimmung. Das hat nichts mit Gefallen zu tun.“, zischte Luzula unvermittelt bissiger zurück und presste die Hände gegen die hämmernden Schläfen.
„Du kannst ja Befehle geben!“ Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte die junge Zwergin ein wölfisches Grinsen in der Dunkelheit zu erkennen. „Warum glaubst du, dass du mir das Wort verbieten kannst, Würmchen?“
„Du bist nicht mein Herr!“
„Sagt wer...?“
Irritiert hob Luzula ihr Haupt an und starrte zu dem lodernden Augen, die bedächtig näher rückten. Ihr Schädel war wie leer gefegt und haltloses Gestotter gurgelte über die spröden Lippen, bis ein Klacken direkt hinter ihr das Gespräch unterbrach. Der Schlüssel wurde in das Schloss geschoben, aber äußerst langsam und leise, als hätte jemand Sorge, dass er bei einer ruckartigen Bewegung abbricht. Beide Zwerginnen wagten es nicht sich zu rühren, sondern starrten einander nur an. Das Aufschnappen der Mechanik wirkte dagegen unheimlich laut als würde es den ganzen Flur wecken. Dann blieb es jedoch still und die Tür rührte sich nicht, bis sie von Luzulas Gewicht einen schmalen Spalt aufgedrückt wurde und flackernder Feuerschein die Kammer mit Licht flutete.
In Zeitlupe drehte die Dunkeleisenzwergin ihren Kopf zum Türspalt bis das Licht in den Augen brannte und sie blinzelnd näher zur Öffnung auf allen Vieren rutschte. Es verging kein Wimpernschlag, ehe sie spürte wie die andere Grauhäutige dicht heranrückte.
„Glaubst du immer noch an Bestimmung, Mädchen?“
Das Wispern hauchte ihr zärtlich in die Ohrmuscheln, begleitet von einem Glucksen.
„Hoch mit dir. Wir werden uns jetzt unserem wahren Schicksal fügen und wer sich uns in den Weg stellt, wird es bitterlich bereuen.“ Aus den Augenwinkeln nahm Luzula wahr, wie sich das andere Gesicht verschwommen über ihre Schulter schob, bevor eine unbestimmte Kraft sie zurück auf die Füße beförderte und den Anstoß gab. Es gab diesmal kein Zurück. Viele Sorgen und Ängste erfüllten ihr sein. Es konnte diesen Zufall nicht geben, sondern nur blanke Absicht. War es ein Spiel der Wärter, die sich nun einen Scherz erlaubten? Nur ein Weg existierte, um es herauszufinden. Womöglich war es sogar der Pfad, den das Schicksal vorherbestimmt hatte.
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Di Sep 30 2014, 14:49

Ausschnitt aus dem Leben
Lange starrte sie die Zwergin vor ihr an. Weder die hohen Wangenknochen, die aus dem hageren Gesicht herausstachen, noch die schwärzer geschminkten Augen wollten Luzula bekannt vorkommen. Es war ganz so, als würde sie nicht ihr Spiegelbild betrachten, sondern eine Fremde. So schlimm wie vor etwa drei Wochen war es zwar nicht mehr, doch das dumpfe Gefühl in der Brust klomm nur noch langsam ab. War es normal, dass man sich nicht wiedererkannte?
Die Dunkeleisenzwergin trat einen Schritt vom Spiegel zurück und zupfte die Robe zurecht. Sie wusste, was fehlte, aber würde das Wissen darum die klaffenden Löcher je schließen? Luzula fühlte sich zu jedem Zeitpunkt merkwürdig benommen, als würde sie ihre Umwelt mehr wie eine außenstehende Beobachterin durch die glühenden Augen wahrnehmen und den Leib wie eine gnomische Maschine steuern. Ihr Alltag funktionierte - ohne Frage. Aber sie fühlte sich immer noch nicht ganz angekommen. Mit jedem Tag wurde es ein Stückchen besser, wobei sich Luzula inzwischen längst nicht mehr sicher war, ob das beklemmende Gefühl jemals ganz weichen würde.
Die graue Zauberin seufzte niedergeschlagen aus und hob den katzengroßen Spinnling auf die Arme. Die kleine Kreatur knirschte mit dem Beißwerkzeug und krabbelte unverzögert an ihr herauf, um sich auf einer Schulter bequem niederzulassen.
Vielleicht half auch einfach etwas mehr Ablenkung...
Immerhin stand Xalra womöglich kurz davor Wissenshüterin zu werden. Die junge Frau hatte sich prächtig gemacht und engagierte sich nach Kräften im Orden. Sie wusste, wie man zu sprechen hatte und wann es besser war, still zu sein. Ob der neuste Zugang sich auch so nützlich erweisen würde? Grindol Gluteisen war ein schräger Dunkeleisenzwerg. Irgendwas Unheimliches haftete an seiner Art und Weise. Ihm zu vertrauen wäre töricht, doch was, wenn er eine große Chance für alle wäre? Sie mussten das kleine Risiko eingehen und bisher bereuhte Luzula ihre Beurteilung gegenüber Garam nicht. Womöglich würde sich das eines Tages ändern, aber solange er sich wie Xalra als loyal erwies, gab es wenig zu befürchten...
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BeitragThema: Re: [Rollenspiel] Abenteuerjournal   Fr Okt 03 2014, 22:47

Beim Eisengipfel
Die Luft war kochend heiß und brannte in den Augen. Aschewolken fegten vom Wind getragen über die karge Einöde. Selbst der Himmel schien in Flammen zu stehen. Jeder Atemzug schmerzte in den Lungen und verschiedene Gerüche stachen gelegentlich streng in der Nase. Schweflige Dämpfe brachen häufig aus dem Erdreich hervor und vernebelten manchmal ganze Berghänge.
Luzula sah lange hinaus auf die Sengende Schlucht. Der Schwarzfels türmte sich sehbar vor ihnen auf. Pechschwarz und so hoch, dass der Zwergin der Nacken schmerzte, wenn sie mehrere Minuten bis zur Spitze blickte. War dieser Koloss ihre Heimat? Die Dunkeleisenzwergin lächelte wage und schloss einen andächtigen Moment lang die leuchtenden Augen. Oder war es ein Jahrzehnte langes Gefängnis gewesen? Sie wusste nicht, ob sie sich in der Nähe dieses Berges wohl oder schlecht fühlen sollte. Hin und her gerissen pendelte ihr Kopf zwischen den Schultern, ehe sich die Lider öffneten und ihr Blick herab zum Lager am Eisengipfel wanderte. Gerade nahmen alle gemeinsam eine karge Mahlzeit zum Frühstück zu sich. Auch wenn Baduhenna eher abseits stand und die Augen wachsam auf die Landschaft richtete, wirkte sie dennoch dazugehörig. Die Herren schlugen sich dafür umso mehr die Mägen voll. Allein der Gnom Lucito schien seinen Appetit noch nicht wiedergefunden zu haben. Die Hitze machte ihm schwer zu schaffen oder waren es die anderen Probleme, die ihn plagten? Sie musste mit Garam darüber sprechen, sobald sich die Gelegenheit ergab. Etwa wenn Baduhenna und Torul wieder die Nähe auskundschafteten und die feindlichen Bewegungen beobachteten. Grindol konnte sich ihnen gewiss anschließen, um Kräuter zu sammeln oder zur Not die Gegner in Brand zu stecken.
Luzula schritt vorsichtig den Hang herab und ließ den Turm des Eisengipfels hinter sich.
„Garbolosch! Beeil dich mit der Mahlzeit, wir wollen die Zeit hier auch nutzen, bevor ihr durch die Tore geht. Die Nähe zum Feuer ist hier stark. Also hopp, hopp!“ Schmunzelnd zwinkert die Zauberin dem Lehrling zu und klopfte Garbolosch auf den Rücken.
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